Nach China-Deals von Cantopex und Uralkali: Hat der Kalipreis seinen Boden gefunden?

Kaliminenstollen

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Die dunklen Wolken über dem globalen Kalimarkt scheinen sich ein wenig zu lichten, nachdem sowohl das nordamerikanische Vermarktungskartell Canpotex als auch die russische Uralkali (WKN A0LBTV) vergangene Woche Lieferverträge mit China abschließen konnten.

Der Preis, den Canpotex bei seinem 700.000 Tonnen umfassenden Deal mit Sinofert erzielte, wurde nicht veröffentlicht, doch der Verweis auf die jüngsten Marktpreise deutet darauf hin, dass er ungefähr mit jenem aus dem jüngst von Uralkali gemeldeten Deal übereinstimmt, der bei 305 USD pro Tonne lag.

Die Analysten von Raymond James glauben, dass die meisten Branchenmitglieder diese neuen Verträge als neuen, globalen Boden für den Kalipreis betrachteten werden. Jüngste Entwicklungen, so Raymond James weiter, würden auch darauf hindeuten, dass Uralkali und Belaruskali gewillt seien, ihre Vermarktungskooperation, die im vergangenen Jahr auseinanderbrach, trotz der anhaltenden Differenzen wieder zu kitten.

Das veranlasste die Experten, ihr Rating für Potash Corp. of Saskatchewan (WKN 878149) von „market perform“ auf „outperform“ und das Kursziel von 30 auf 37 USD anzuheben. Da nun ein Preisboden etabliert sei, geht Raymond James davon aus, dass Käufer, die bislang an der Seitenlinie abgewartet hätten, wieder in den Markt zurückzukehren, was zu einer wieder besseren Preisfindung führen werde.

Wichtiger noch sei, glauben die Analysten, dass sich die Kluft zwischen Uralkali und Belaruskali zu schließen beginne, was die Aussicht auf eine erneut stärkere Disziplin auf der Angebotsseite mit sich bringe, die von einer Erneuerung der Vermarktungsvereinbarung ausgehen sollte. Damit würde dann auch eine langsame Rückkehr der Preissetzungsmacht einhergehen, glaubt Raymond James.

Angesichts dieser Entwicklung denken die Analysten, dass die jüngsten Kursverluste bei Potash Corp einen attraktiven Einstiegspunkt für langfristig und Wert orientierte Anleger geschaffen haben. Der zudem durch eine solide Dividendenrendite von 4,4% abgesichert werde.

Auch die Analysten von TD Securities sind der Ansicht, dass, nun mit den jüngsten China-Deals ein Boden für den Kalipreis etabliert worden ist. Sie weisen darauf hin, dass höhere Preise in Märkten mit stärkerer Nachfrage – wie beispielsweise Brasilien – möglich seien.


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