Drastischer Turnaround, aber: Anglo American Platinum – Neues Ungemach droht

Arbeiten auf einer Platinmine von Anglo American Platinum

Arbeiten auf einer Platinmine von Anglo American Platinum

Anglo American Platinum (WKN 856547), der weltweit größte Platinproduzent, ist wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Allerdings ist dieser Turnaround durch die neuen Streiks in der südafrikanischen Platinbranche bereits wieder in Gefahr.

Mitglieder der Gewerkschaft AMCU (Association of Mineworkers and Construction Union) traten vergangenen Monat bei Amplats sowie deren Konkurrenten Impala Platinum (WKN A0KFSB) und Lonmin (WKN 856046) in den Ausstand. Sie fordern eine Verdopplung ihrer Löhne und Gehälter. Amplats kämpfte bereits vergangenes Jahr mit hohen Kosten bei gleichzeitig niedrigeren Metallpreisen und hatte einen Restrukturierungsprozess angestoßen. Infolgedessen wurden einige Minen auf Eis gelegt und Stellen gestrichen.

Ein weiterer, längerfristiger Streik könnte dazu führen, erklärte Amplats-CEO Chris Griffiths, dass der Konzern seine gesamten Aktivitäten im Platingürtel Rustenburg abermals auf den Prüfstand stelle. Die Minen in Rustenburg würden auch weiterhin nur marginale Gewinne abwerfen und jeder längere Streik werde das Unternehmen dazu zwingen, sich die Struktur des Betriebs dort noch einmal genau anzusehen, sagte Griffiths gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Bergbaugesellschaften haben die Gehaltsforderungen der Gewerkschaft als „unrealistisch und unbezahlbar“ bezeichnet. Die Streiks haben Auswirkungen auf rund 40% des weltweiten Platinangebots. Die Parteien werden allerdings diese Woche von der Regierung Südafrikas vermittelte Gespräche wieder aufnehmen und Griffiths ist der Ansicht, dass es Fortschritte geben könnte. Amplats erklärte, derzeit behandle man bestehende vertragliche Verpflichtungen vorrangig und habe Verkäufe am Spotmarkt auf Grund des Streiks erst einmal ausgesetzt.

Der Konzern hatte für 2013 so genannte „Headline Earning“ – eine in Südafrika gebräuchliche Kennzahl, bei der bestimmte einmalige Bilanzposten außenvorgelassen werden – von 556 Cent pro Aktie gemeldet. Das ist eine drastische Erholung im Vergleich zu 2012 als Amplats noch einen Verlust von 562 Cent je Aktie meldete. Der Konzern will die Produktion dieses Jahr quasi unverändert bei 2,3 bis 2,4 Mio. Unzen Platin halten. Eine Dividende für 2013 wurde nicht ausgeschüttet.

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