„Anreiz fehlt“: Uranproduzent Cameco verabschiedet sich von langfristigem Wachstumsziel

Das Mcarthur River-Projekt von Cameco

Das Mcarthur River-Projekt von Cameco

Einer der größten Uranproduzenten weltweit, die kanadische Cameco (WKN 882017), verabschiedet sich von seinem Ziel, bis 2018 rund 36 Mio. Pfund Uran pro Jahr zu fördern. Dafür sei der Uranmarkt jetzt bereits zu lange unter Druck, erklärte der Konzern.

Man verfüge zwar über ein großes Portfolio an Projekten, mit denen man die Produktion steigern könne, führte CEO Tim Gitzel aus, doch müsse es dafür auch den Anreiz geben. Durch die Änderung der Strategie, wolle man sicherstellen, dass Cameco flexibel genug sei, um konkurrenzfähig zu bleiben, Werte für die Aktionäre zu schaffen und zu profitieren, wenn Sicherheit und Wachstum in den Markt zurückkehren, sagte er.

Im vergangenen Jahr steigerte Cameco seinen Ausstoß um 8% auf 23,6 Mio. Pfund nach 21,9 Mio. Pfund im Jahr zuvor. Prognostiziert hatte der Konzern eine Produktion von nur 23,2 Mio. Pfund. Allein die McArthur River/Key Lake-Analge trug dazu 20,1 Mio. Pfund bei, was den höchsten Ausstoß eines einzelnen Uranbetriebs weltweit darstelle, erklärte das Unternehmen.

Im vierten Quartal verzeichnete Cameco ein Produktionswachstum um 15% von 6,5 im gleichen Zeitraum 2012 auf jetzt 7,5 Mio. Pfund Uran. Das sei vor allem auf die gestiegene Förderung auf McArthur River/Key Lake, Rabbit Lake, Inkai und Smith-Ranch Highland zurückzuführen, so das Unternehmen. Allerdings sei der Umsatz aus dem Uranverkauf im vierten Quartal auf Grund eines Absatzrückgangs von 12% auch um 12% gefallen.

Für 2014 geht Cameco von einem Ausstoß von 23,8 bis 24,3 Mio. Pfund Uran aus. Der Konzern hat sich zudem in langfristigen Verträgen verpflichtet, weitere 2 Mio. Pfund zu erwerben. Man rechne basierend auf dem bestehenden Vertrag damit, 2014 zwischen 31 und 33 Mio. Pfund Uran zu liefern, hieß es.

Ausgehend vom aktuellen Spotpreis sollte das einen Umsatzanstieg von 5% bedeuten, erklärte Cameco. Das Unternehmen will zudem noch im ersten Quartal die Cigar Lake-Mine in Betrieb nehmen.

Auf der finanziellen Seite meldete Cameco für 2013 einen Nettogewinn von 318 Mio. Dollar oder 81 Cent pro Aktie, was einen Anstieg von 27% gegenüber den 253 Mio. Dollar oder 64 Cent je Aktie aus dem Vorjahr bedeutet. Allerdings nahm der Konzern im vergangenen Jahr eine Abschreibung in Höhe von 70 Mio. Dollar auf das Talvivaara-Asset vor. Der bereinigte Gewinn lag 2013 nach Angaben des Unternehmens bei 445 Mio. Dollar oder 1,12 Dollar pro Aktie und damit um 3% über den 434 Mio. Dollar oder 1,10 Dollar pro Aktie aus dem Jahr 2012.

Im vierten Quartal 2013 verdiente Cameco netto 64 Mio. Dollar oder 16 Cent pro Aktie. Das ist ein Anstieg von 55% verglichen mit den 41 Mio. Dollar bzw. 10 Cent je Aktie aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bereinigt lag der Nettogewinn des vierten Quartals bei 150 Mio. Dollar oder 38 Cent pro Aktie und damit 36% niedriger als im gleichen Zeitraum 2012 (233 Mio. Dollar / 59 Cent je Aktie). Allerdings fiel die Abschreibung auf Talvivaara auch in das vierte Quartal 2013.


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