Gutes Zeichen: Hedge-Fonds-Größen bleiben bei Gold engagiert

Die Kalgoorlie Goldmine von Barrick Gold, Bildquelle: Barrick Gold

Die Kalgoorlie Goldmine von Barrick Gold. Bildquelle: Barrick Gold

Der renommierte Hedge-Fonds Paulson & Co hat seine Beteiligung am größten mit Gold hinterlegten ETF (Exchange Traded Fund) der Welt, dem SPDR Gold Trust, im vierten Quartal aufrechterhalten, während andere Fondsmanager angesichts des größten Goldpreiseinbruchs seit 32 Jahren ausstiegen.

Auch der legendäre Fondsmanager George Soros engagierte sich im Goldsektor und kaufte Anteile am Branchenprimus Barrick Gold (WKN 870450). Andere institutionelle Anleger wie beispielsweise PIMCO reduzierten hingegen den Umfang ihrer Goldinvestments weiter.

Die Nachricht, dass bekannte, große Hedge-Fonds an ihren Goldbeständen festhalten, sollte nach Ansicht von Experten die Zuversicht unter den Anlegern des Sektors stärken. Die Drosselung der Anleihekäufe der US-Notenbank hatte zuletzt für Verunsicherung unter Goldinvestoren gesorgt.

Am Goldmarkt wird den Entscheidungen von Paulson und anderen bekannten Hedge-Fondsmanagern große Bedeutung beigemessen, da sie einen guten Eindruck davon geben, wie das sogenannte „smart money“ über Gold denkt. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis auf Grund einer Schwäche der Aktienmärkte, Zweifeln in Bezug auf die Wirtschaftserholung in den USA und Turbulenzen an den Emerging Markets bereits rund 9% an Wert gewonnen. 2013 hingegen ging es um 28% abwärts.

Nun zeigte sich, dass Paulson & Co, geführt vom Goldbullen John Paulson, zum 31. Dezember 2013 10,2 Mio. Anteile am SPDR Gold Trust hielt, die einen Wert von 1,19 Mrd. USD hatten. Damit hält Paulson die gleiche Beteiligung an dem ETF wie zum 30. September, wie bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichte Dokumente zeigten. Somit hat Paulson einen Verlust von 123 Mio. USD verbucht, da der Goldpreis im vierten Quartal 2013 einbrach.

Paulson & Co., der Fonds wurde 2007 durch seine vorausschauende Wette gegen die so genannten „subprime mortgages“ bekannt, hatte seine Anteile an dem Gold-ETF im zweiten Quartal drastisch von 21,8 Mio. in den ersten drei Monaten 2013 auf nur noch 10,2 Mio. gesenkt. Das war das erste Mal seit dem vierten Quartal 2011, dass die Gesellschaft ihre Gold-ETF-Beteiligung reduzierte.

Soros Fund Management, geleitet von Milliardär George Soros, kaufte 6,3 Mio. Aktien von Barrick Gold im Wert von 111 Mio. Dollar. Die Gesellschaft erhöhte zudem ihre Beteiligung über Call-Optionen des kanadischen Konzerns. Hinzu kam, dass die Baupost Group, einer der renommiertesten Hedge-Fonds der Branche, an ihren 21,7 Mio. Aktien von NovaGold Resources (WKN 905542) im Wert von 55 Mio. Dollar festhielt.

Von den großen institutionellen Investoren hat PIMCO mittlerweile den Anteil am SPDR Gold Trust das fünfte Quartal in Folge auf nur noch 0,8 Mio. Anteile reduziert – nach noch 6,3 Mio. Anteilen im zweiten Quartal 2012.

Der SPDR Gold Trust hielt zum Ende des vierten Quartals 2013 noch rund 800 Tonnen des gelben Metalls, was einen Rückgang von 12% im Vergleich zu den 906 Tonnen des dritten Quartals bedeutet. Die Mittelabflüsse schienen sich nach einem Abfluss von fast 400 Tonnen oder 30% im ersten Halbjahr aber zu verlangsamen.

Die gewaltigen Anteile institutioneller Anleger am SPDR Gold Trust haben einen erheblichen Einfluss auf den Goldpreis, da die Auflösung ihrer ETF-Bestände bedeutet, dass das Metall auf dem offenen Markt abgeladen wird.


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