6 bis 8% im Gespräch: Indien zieht Senkung des Importzolls auf Gold noch im Februar in Betracht

Goldmünzen und Barren. Foto: everystockphoto.com

Goldmünzen und Barren. Foto: everystockphoto.com

Ein aktueller Bericht zitiert hohe Regierungsbeamte Indiens mit der Aussage, dass das Land seine Importbeschränkungen für Gold noch vor Ende Februar auf 6 bis 8% senken könnte. Um das gewaltige Leistungsbilanzdefizit Indiens zu senken und seine schwächelnde Währung zu stützen, hatte das Finanzministerium die Einfuhrzölle auf Gold von 1% Anfang 2012 auf mittlerweile 10% angehoben.

WSJ.com meldet, dass die indische Regierung nun darüber nachdenke, die Einfuhrzölle zu senken, da geschätzt werde, dass das Leistungsbilanzdefizit in diesem Fiskaljahr, das am 31. März endet, um fast die Hälfte von 88 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr auf nun rund 45 Mrd. Dollar gefallen sei.

Weitere Maßnahmen, die das Finanzministerium ergriffen hatte, umfassten eine Verbrauchssteuer von 9%, neue Regeln wie ausschließliche Barzahlung für Goldimporte, eine Vorschrift, dass 20% aller Einfuhren wieder exportiert werden müssen und sogar ein Bann auf Investments in Gold-ETFS und sorgten für Alarmstimmung in der indischen Goldbranche.

All diese Einschränkungen haben zu einer Verknappung des Angebots an physischem Gold in Indien geführt, was zum einen verstärkten Schmuggel auslöste und zum anderen die Aufschläge, die im Vergleich zum Goldpreis in London bezahlt werden, explodieren ließ. Und dennoch stieg der indische Goldkonsum 2013 um 100 auf 975 Tonnen – wobei sich Schätzungen zufolge die „inoffiziellen Einfuhren“ fast verdoppelten.

Hinzu kommt, dass die indische Goldbranche 3 Mio. Mitarbeiter beschäftigt und der Regierungspartei bei Wahlen im Juli eine Niederlage droht.


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