Ausgliederung zahlt sich aus: Sibanye Gold wartet mit guten Ergebnissen auf, setzt Dividende fest

Auf einer Goldmine - Quelle: Gold Fields

Auf einer Goldmine - Quelle: Gold Fields

Als der Branchenriese Gold Fields (WKN 856777) mitteilte, dass man die alten, in große Tiefe vorangetriebenen Minen in Südafrika in ein neues Unternehmen ausgliedern werde, wurde das von Analysten sehr begrüßt. Denn nun könne das Unternehmen, das Sibanye Gold (WKN A1KBRZ) genannt wurde, in Eigenregie arbeiten.

Denn nun mussten die Manager von Minen wie Beatrix oder Driefontein die Erträge ihrer Arbeit nicht mehr weiter überweisen und nicht mehr auf Investitionskapital verzichten, weil anderen Projekten höhere Priorität eingeräumt wurde. Alle Maßnahmen, die den Wert des Unternehmens steigern könnten und finanzierbar sind, konnten nun auch durchgeführt werden.

Und wenn man die Zahlen nimmt, die Sibanye nun für das zweite Halbjahr 2013 vorlegt, war die Trennung von der Konzernmutter ein voller Erfolg, der sich auch für die Aktionäre auszahlt. Denn in den sechs Monaten bis Ende Dezember steigerte das Unternehmen seinen Goldausstoß um 18% auf 773.600 Unzen, während die „all-in costs“ um 10% auf 1.043 USD pro Unze Gold gesenkt werden konnten.

Das führte, wie der Konzern erklärte, zu einem Anstieg des operativen Halbjahresgewinns um 19% auf 399 Mio. USD. Und, was vielleicht noch wichtiger ist, der in diesem Zeitraum generierte Nettocashflow – vor Kreditrückzahlungen und Dividenden – belief sich auf 170 Mio. USD. Und all das gelang Sibanye, obwohl man in der zweiten Jahreshälfte 2013 nur einen durchschnittlichen Goldpreis von 420.423 Rand pro Kilogramm oder 1.301 USD pro Unze erzielte. Was nämlich einen Rückgang von 7% verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bedeutet.

Sibanye wies darauf hin, dass der erzielte Cashflow rund 40% der Marktkapitalisierung des Unternehmens zum 31. Dezember 2013 ausmache. Das Unternehmen erklärte weiterhin, dass man 2013 insgesamt 231 Mio. USD an Schulden zurückgezahlt habe, sodass zum Jahresende die Bruttoverbindlichkeiten auf 193 und die Nettoverbindlichkeiten auf 48 Mio. USD gesunken seien.

Von Bedeutung ist auch, da es Sibanyes erklärtes Ziel ist, in diesem Bereich zu den führenden Unternehmen zu gehören, dass das Unternehmen eine erste Abschlussdividende von 75 Rand-Cent pro Aktie für die letzten sechs Monate 2013 festsetzte, sodass die Gesamtjahresdividende 112 Rand-Cent pro Aktie betrug. Das, so Sibanye, entspreche einer Dividendenrendite von 5,5% bezogen auf den Schlusskurs des Unternehmens am 18. Februar und von 9,1% bezogen auf den Schlusskurs am 31. Dezember 2013.

Im Kommentar zu den Ergebnissen erklärte CEO Froneman, dass er davon ausgehe, dass die Auswirkungen der Restrukturierung, die man 2013 abschloss, auch 2014 zu bemerken sein würden, sodass mit weiteren, wenn auch kleineren Kostensenkungen zu rechnen sei. Dieses Jahr, so Froneman, werde man sich verstärkt darauf konzentrieren, die Produktion und die Produktivität zu steigern, wobei ein höheres Volumen und eine gesteigerte Effizienz die operativen Kosten sinken lassen sollten.


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