Deftige Dividendenkürzung: K+S-Aktie setzt Talfahrt fort

Kalisalz Bohrkerne

Kalisalz Bohrkerne

Einen herben Rückschlag erlebt diese Woche die Aktie der K+S AG (WKN KSAG88), des größten Kaliproduzenten Europas. Der DAX-Konzern hatte angekündigt, seine Dividende um 82% senken zu wollen. Mit einem Teil des so eingesparten Geldes will K+S den Bau einer Mine in Kanada unterstützen.

Die geplante Dividende liegt bei 0,25 Euro pro Aktie, teilte das Unternehmen mit, während im Vorjahr noch 1,40 Euro pro Aktie ausgeschüttet wurden. Die Anleger reagierten darauf und auf die Zahlen des Konzerns entsprechend, auch wenn K+S ankündigte, so schnell wie möglich wieder zu höheren Dividendenzahlungen zurückkehren zu wollen.

Der Konzern treibt derweil die 4 Mrd. Dollar teure Entwicklung der neuen Legacy-Mine in Saskatchewan voran. Das Unternehmen stellte bereits vergangenen Monat eine Testkaverne fertig, selbst nachdem der Kalipreis seit dem zweiten Halbjahr 2013 um bis zu 24% fiel, nachdem das russisch-weißrussische Kalikartell BPC auseinandergebrochen war.

K+S meldete für 2013 ein EBIT von 656 Mio. Euro. Das ist ein Rückgang von 18% gegenüber dem Vorjahr, übertraf aber die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz des vergangenen Jahres lag mit 3,95 Mrd. Euro ungefähr auf dem Niveau von 2012. Laut einer Bloomberg-Umfrage hatten Analysten im Schnitt mit einem Umsatzrückgang auf 3,86 Mrd. Euro gerechnet.

Anleger bzw. Trader wetten schon seit Ende Juni, als das BPC-Kartell zerbrach, auf einen Kursverfall bei K+S. Bloomberg-Daten zufolge entsprechen die Short-Positionen derzeit rund 9,8% der K+S-Aktien.


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