Auf Drängen von Peking: Glencore Xstrata verkauft Kupferprojekt Las Bambas für 5,85 Mrd. USD nach China

Eine große Kupferminen der Welt. Quelle: BHP Billiton

Eine große Kupferminen der Welt. Quelle: BHP Billiton

Glencore Xstrata International (WKN A1JAGV) hat seinen Anteil an der peruanischen Kupfermine Las Bambas an ein chinesisches Konsortium verkauft – für 5,85 Mrd. USD in bar.

Der Konzern bestätigte am Sonntag, dass man das Projekt an ein Konsortium bestehend aus MMG, den australischen Arm der China Minmetals Corp, der in Hong Kong ansässigen Guoxin International Investment Corp und Citic Metal Co. abtritt.

Dafür wird Glencore nicht nur die rund 5,85 Mrd. USD in bar erhalten, sondern das Konsortium übernimmt auch die Rechnung für alle Investitions- und Entwicklungskosten, die seit Anfang des Jahres angefallen sind. Was noch einmal 400 Mio. USD ausmacht.

Die Schweizer erklärten, dass die Transaktion den Verschuldungsgrad des Konzerns sofort und nachhaltig reduzieren werde. Glencore werden nun weiterhin nach Möglichkeiten Ausschau halten, dieses Kapital zu reinvestieren und ein eventueller Überschuss werde an die Aktionäre zurückgegeben.

Als Glencore im Mai 2013 Xstrata übernahm, hatte China darauf bestanden, dass der Konzern, einige seiner Kupferassets abstößt, da Peking befürchtete, dass durch diese Fusion eines führenden Rohstoffproduzenten mit einem führenden Rohstoffhändler eine einzelne Gruppe zu große Kontrolle über die globale Kupferlieferkette erhalten würde.

Vorausgesetzt der Preis stimmte, war Las Bambas dabei die offensichtliche Lösung, um die Chinesen zu besänftigen.

Der nun bekannt gewordene Umfang des Deals, der im dritten Quartal abgeschlossen sein soll, spiegelt aber auch das Vertrauen Chinas in den Kupferpreis und die anhaltende Nachfrage der Volksrepublik wieder, die bereits jetzt mehr als 40% des weltweiten Kupfers verbraucht.

Glencore hat bereits rund 4 Mrd. Dollar in das Las Bambas-Projekt investiert, das sich mittlerweile in der Bauphase befindet und ab 2015 400.000 Tonnen Kupfer sowie erhebliche Mengen Silber und Gold pro Jahr produzieren soll.


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