US-Palladiumproduzent Stillwater: Mining profitiert von Streiks in Südafrika und Russlandkrise

Palladium; Foto: Norilsk Nickel

Palladium; Foto: Norilsk Nickel

Der US-amerikanische Platin- und Palladiumproduzent Stillwater Mining (WKN 893759) hat am gestrigen Montag einen deutlichen Kursschub erfahren. Anleger schauen sich angesichts des anhaltenden Streiks in Südafrika und der Spannungen zwischen Russland und dem Westen nach Alternativen um.

Die Stillwater-Aktie schloss so bei 16,21 USD und damit 4,5% höher. Das Handelsvolumen lag mit mehr als 4,7 Mio. Aktien deutlich über dem Durchschnitt von 3 Mio. Aktien pro Tag. Seit Jahresbeginn ist das Papier bereits um rund ein Drittel gestiegen.

Die mit reichlich Cash ausgestattete Stillwater ist der einzige Platin- und Palladiumproduzent der USA und liefert rund 6% des weltweiten Palladium- und rund 2% des globalen Platinangebots von seinen zwei produzierenden Minen. Das Unternehmen verfügt auf seinen Liegenschaften in Montana über 22 Mio. Unzen an Metallen der Platingruppe, davon rund 80% Palladium.

Russland und Südafrika kontrollieren zusammen 83% des Palladium- und 70% des Platinangebots weltweit. Die Streiks im Land am Kap, die nun in die elfte Woche gehen, haben bislang einen Angebotsverlust von rund einer halben Million Unzen zur Folge gehabt. Und selbst wenn die Arbeitskämpfe heute endeten, würde es Monate dauern, die Produktion wieder in Gang zu bringen.

Hinzu kommt, dass Sorgen um das Angebot aus Russland aufgekommen sind, da spekuliert wird, dass das Land seine Vormachtstellung im Sektor der Platinmetalle im Streit um die Ukraine mit Europa als Druckmittel ausnutzen könnte. Die europäischen Automobilhersteller sind die größten Abnehmer von Metallen der Platingruppe, die unter anderem in Katalysatoren eingesetzt werden.

Umfangreiche Lagerbestände haben bislang verhindert, dass der Platinpreis große Sprünge gemacht hat, doch Palladium konnte zuletzt deutlich zulegen. Am gestrigen Monat erreichten die Palladium-Futures an der Nymex in New York 811 USD pro Unze und damit den höchsten Stand seit August 2011. Das bedeutet ein Plus von fast 12% seit Jahresbeginn.

Platin allerdings lief erneut schlechter als Palladium und die Kontrakte zur Auslieferung im Juli stiegen gestern nur leicht auf 1.467 USD pro Unze. Damit war Platin zu diesem Zeitpunkt 2014 6,6% gestiegen, notierte aber immer noch unter dem Niveau von 2013.

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