Vertuschungsstrategie?: China erlaubt direkte Goldimporte über Peking

Goldbarren

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Es ist allgemeiner Konsens unter Marktbeobachtern, dass China, ohne es zu melden, Gold hortet, um seine Währungsreserven unabhängiger von den hohen US-Dollarbeständen des Landes zu machen. Nun teilten Quellen der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass die Volksrepublik direkte Goldimporte über Peking erlaubt. Ein Schritt, von dem Experten glauben, dass damit die Goldkäufe der chinesischen Notenbank noch unauffälliger gestaltet werden sollen.

Bislang führte China das gelbe Metall hauptsächlich über Hong Kong ein und da das Festland seine Goldhandelsdaten nicht veröffentlicht, wurden die Zahlen aus der ehemaligen britischen Kronkolonie genutzt, um die Goldimporte der Volksrepublik abzuschätzen.

Nun könnte die Eröffnung eines dritten Importpunktes nach Shenzhen und Shanghai Reuters zufolge die führende Position Hong Kongs im chinesischen Goldhandel bedrohen, da nun mehr Gold über eine Route auf das Festland gelangen kann, auf der die Einfuhrzahlen nicht gemeldet werden.

Zwischen 2011 und 2013 exportierte Hong Kong 1.930 Tonnen Gold auf das chinesische Festland, das im vergangenen Jahr wiederum 1.160 Tonnen Gold aus Hong Kong einführte. Da aber auf dem Festland nur 1.066 Tonnen des gelben Metalls verbraucht wurden und die einheimische Goldproduktion mit 428 Tonnen angegeben wurde, fehlen in dieser Rechnung 522 Tonnen Gold.

Die Interessenvertretung der Goldbranche, der World Gold Council, glaubt, dass das fehlende Gold aller Wahrscheinlichkeit nach zum größten Teil von Regierungsstellen wie der Zentralbank Chinas gekauft wurde und zudem ein Teil des Goldes in Finanztransaktionen eingesetzt wurde. Offiziell liegen die chinesischen Goldreserven bei 1.054 Tonnen. Allerdings wurde diese Zahl seit dem Jahr 2009 nicht mehr aktualisiert…

Den offiziellen Zahlen zufolge macht Gold wenig mehr als 1% an den 3,6 Billionen Dollar schweren Währungsreserven der Volksrepublik aus. In den USA hingegen sind es mit 8.166 Tonnen Gold 70%.

China überholte im vergangenen Jahr Indien als größten Goldkonsumenten und führte 1.065 Tonnen des gelben Metalls ein – nach 807 Tonnen im Jahr zuvor.


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