Vor Gericht: Barrick Gold verspricht „energische“ Verteidigung gegen Sammelklage

Die Verarbeitungsanlage der Granny Smith-Mine von Barrick Gold

Die Verarbeitungsanlage der Granny Smith-Mine von Barrick Gold

Die Nummer Eins unter den Goldproduzenten weltweit, die kanadische Barrick Gold (WKN 870450) teilte über das Wochenende mit, dass man sich „energisch“ gegen eine Sammelklage in Bezug auf das in Schwierigkeiten geratene Pascua-Lama-Projekt in Südamerika verteidigen werde.

Die in Toronto ansässige Merchant Law Group hatte kürzlich Klage bei Gerichten in Ontario und Alberta eingereicht und vertritt Anleger, die zwischen dem 7. Mai 2009 und dem 23. Mai 2013 Aktien von Barrick Gold erwarben.

Die Aktien des an der Börse mehr als 22 Mrd. Dollar schweren Konzerns hatten in diesem Zeitraum 44% an Wert verloren. Ein großer Teil der Verluste erfolge im April und Mai 2013, nachdem Barrick 3 Mrd. Dollar an Kapital aufnahm, um seinen Schuldenberg zu verringern.

In der Klage wird behauptet, dass die Barrick-Aktionäre Milliarden Dollar auf Grund von Falschdarstellungen und Versagen von Seiten des Konzerns in Bezug auf das mittlerweile auf Eis gelegte, 8,5 Mrd. Dollar teure Pascua-Lama-Projekt verloren. Verantwortlich gemacht werden das Unternehmen, CEO Jamie Sokalsky, CFO Ammar Al-joundi und der ehemalige CEO Aaron Regent.

In einem Statement gegenüber dem Brancheninformationsdienst Mining Weekly erklärte ein Barrick-Sprecher, dass dem Konzern die Sammelklage bekannt sei, man aber die Anschuldigungen zurückweise und sich energisch verteidigen werde.

Barrick hatte im vergangenen Oktober den Bau von Pascua-Lama als Teil eines Schulden- und Kostensenkungsprogramms und angesichts heftigen Widerstands lokaler Gemeinden und Umweltorganisationen, die auch Erfolge vor einem chilenischen Gericht erzielten, ausgesetzt. Dabei ging es vor allem um die Wassernutzung und den Einfluss der Mine auf die Gletscher in dem Gebiet. Pascua-Lama liegt hoch in den Anden und erstreckt sich über die Grenze von Argentinien und Chile.

Argentinien hat das Projekt stark unterstützt. Es liegt zwar nur rund ein Fünftel der Lagerstätte in Argentinien, doch viele der Einrichtungen an der Oberfläche sollen auf dieser Seite der Grenze errichtet werden. Barrick entließ vor Kurzem 1.500 der 5.000 Arbeiter auf argentinischer Seite.

Geht die Mine doch noch in Produktion, soll sie in den ersten fünf Jahren des auf 25 Jahre veranschlagten Minenlebens zwischen 800.000 und 850.000 Unzen Gold und 35 Mio. Unzen Silber pro Jahr fördern. Dieses Jahr gibt Barrick allein 300 Mio. Dollar aus, um das Projekt stillzulegen.


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