Trotz schwacher US-Wirtschaftsdaten: US-Dollar-Rallye versetzt Goldpreis einen Dämpfer

Goldbarren Foto: covilha, everystockphoto.com

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Der Goldpreis hat den gestrigen US-Handel mit leichten Verlusten beendet. Anfangs konnte das gelbe Metall leicht zulegen, nachdem ein Bericht zu den US-Einzelhandelsumsätzen ein nur laues Wachstum aufzeigte und die Erwartungen des Marktes nicht erfüllte. Allerdings wurden die Gewinne im Goldpreis zunichte gemacht, als der US-Dollar im Vergleich zum Euro einen rasanten Anstieg hinlegte. So schloss der Goldpreis am Spotmarkt bei 1.294 USD pro Unze.

Im April waren die Einzelhandelsumsätze in den USA nur um 0,1% gestiegen, während Experten mit einem Plus von 0,4% gerechnet hatten. Daraufhin stieg der Goldpreis von seinem niedrigeren Niveau wieder an. Allerdings wirkte sich der Anstieg der US-Währung negativ aus. Der US-Dollar-Index erreichte am gestrigen Dienstag nämlich ein Fünfwochenhoch.

Zudem wurde in Deutschland der ZEW-Index zu den Wirtschaftserwartungen veröffentlicht, der im Mai zum fünften Mal in Folge fiel – von 43,2 Punkten im April auf jetzt noch 33,1 Punkte. Darüber hinaus wurde bekannt, dass die Deutsche Bundesbank zudem einen möglichen Schritt der Europäischen Zentralbank zur Lockerung der Geldpolitik unterstützt. Die Bundesbank ist sehr besorgt über eine mögliche Preisdeflation in der EU. Das trug dazu bei, den Euro gegenüber der US-Währung einbrechen zu lassen.

An der verfahrenen Lage in der Ukraine hat sich zuletzt wenig geändert, zumindest scheinen das die Märkte so zu sehen. Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen sowie der Ukraine sind keineswegs zurückgegangen, doch die Anleger scheint das derzeit wenig zu interessieren, wenn man sieht, dass die Aktienmärkte wieder in den Rallyemodus übergehen. Es dürfte einer gewichtigen neuen Entwicklung bedürfen, um die Märkte aus ihrer Lethargie in Bezug auf die Ukrainekrise zu reißen – was immer noch im Bereich des Möglichen ist.

Außerdem wurden bekannt, dass die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OEZD) davon ausgeht, dass sich das Wirtschaftswachstum in China auch in den kommenden Monaten verlangsamen wird, während allerdings in anderen Ländern ein stetiges Wachstum erwartet wird. Chinas Industrieproduktion war im April gegenüber dem Vorjahr um 8,7% gestiegen, was aber die Erwartungen der Märkte nicht erfüllte.

Man kann es aber eigentlich nicht genug und oft genug betonen: Die Wachstumsrate in China lässt die anderen großen Volkswirtschaften vor allem im Westen immer noch vor Neid erblassen. Die größere Sorge dürfte sein, wie es um das Finanz- und Kreditsystem der Volksrepublik steht.


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