Minenplan für Kumtor doch genehmigt: Centerra Gold – Hoch gepokert und gewonnen

Produktionsanlagen auf der Kumtor-Mine. Quelle: Centerra Gold

Produktionsanlagen auf der Kumtor-Mine. Quelle: Centerra Gold

In der Vergangenheit hat die kanadische Centerra Gold (WKN A0B6PD) immer wieder gezeigt, dass sie in der Lage ist, ihre Kumtor-Mine am Laufen zu halten, egal wie schwierig die politische Situation in Kirgisistan sein mag.

Das bewies das Unternehmen vergangene Woche ein weiteres Mal, als es endlich die Zustimmung der Regierung des Landes zu seinem Minenplan für das Jahr 2014 erhielt – fünfeinhalb Monate nach Jahresbeginn. Man habe die vernünftigste Option gewählt, um zu verhindern, dass die Anlagen des Unternehmens stillgelegt werden, was unvorhersehbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Umweltschutz in Kirgisistan nach sich gezogen hätte, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Valery Dil gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Mit der Genehmigung endet eine Pattsituation, die diesen Monat begann, nachdem Centerra warnte, man müsse Kumtor stilllegen, sollte der Plan nicht bis zum 13. Juni genehmigt werden. Das Unternehmen befindet sich bereits seit Längerem in einem Disput mit der Regierung Kirgisistans um die Besitzverhältnisse von Kumtor, der keine Anzeichen zeigt, zu Ende zu gehen.

Die Drohung, die Kumtor-Mine zu schließen, ist ein ungewöhnlicher Schritt von Centerra. Das Unternehmen ist seit 17 Jahren in dem Land tätig und hat eigentlich immer versucht, so unauffällig und ruhig wie möglich zu arbeiten – trotz der vielen Drohungen kirgisischer Politiker.

Zuletzt wurden diese Drohungen aber immer gefährlicher. Centerra sah sich Anschuldigungen gegenüber, massive Umweltzerstörungen angerichtet zu haben, und die Regierung zwang das Unternehmen, die Besitzverhältnisse zu Kumtor neu zu verhandeln, obwohl eine verbindliche Vereinbarung bestand. Dieser Disput hängt weiter über Centerra und viele Beobachter glauben, dass die Verzögerung in Bezug auf den Minenplan damit zusammenhängt.

Centerras Drohung, die Mine zu schließen, erinnerte aber die Regierung Kirgisistans daran, dass man die Expertise des Unternehmens benötigt, um Kumtor zu betreiben und dass eine Stilllegung erhebliche Konsequenzen gehabt hätte. Die Mine ist ein sehr wichtiger Teil der Wirtschaft des Landes und machte im vergangenen Jahr 7,7% des Bruttoinlandsprodukts aus. Schlussendlich war das genug für die Behörden, um die Genehmigung zu erteilen.

Eine vor einiger Zeit veröffentlichte Untersuchung des Fraser Institute erklärte Kirgisitan übrigens zur bergbaufeindlichsten Jurisdiktion der Welt.


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