Trotz voller Lagerhäuser: Nickelpreis – Indonesisches Exportverbot stützt weiterhin

Norilsk Nickel - Hochöfen

Norilsk Nickel - Hochöfen

Im Januar sorgte Indonesien für eine Überraschung in der Bergbauwelt. Das asiatische Land verhängte ein komplettes Exportverbot für Nickelerz.

Die Märkte reagierten allerdings erst einmal kaum. Niemand glaubte wirklich, dass die indonesische Regierung ihre Ankündigung in die Tat umsetzen würde und als sie es doch tat, ging man davon aus, dass die Bestimmungen nachträglich gelockert würden. Der Nickelpreis hat mittlerweile seit Jahresbeginn 33% an Wert gewonnen…

Indonesien war für rund ein Fünftel des globalen Angebots verantwortlich, also geschätzte 400.000 Tonnen an enthaltenem Metall. Das Potenzial für große Auswirkungen auf den Preis war also vorhanden.

Allerdings hatten die weltweiten Lagerbestände mit ungefähr 287.000 Tonnen Rekordniveau erreicht, Chinas Produzenten von Nickelmasseleisen ihre Bestände vor Inkrafttreten des Verbots massiv aufgestockt und war die Minenproduktion seit 2009 jährlich um 11% auf 2 Mio. Tonnen gestiegen. So blieb der Nickelpreis bis Ende Januar zunächst auf dem Niveau aus der globalen Finanzkrise.

In Panik gerieten die Nickelmarktteilnehmer erst, als auch das Angebot des größten Produzenten weltweit Norilsk Nickel in Gefahr geriet. Mögliche Sanktionen gegen das russische Unternehmen auf Grund der Ukrainekriese waren der Auslöser.

Nun, da diese Sorge langsam schwindet und die Lagerhäuser sich weiter füllen, waren viele Beobachter davon ausgegangen, dass der Nickelpreis scharf korrigieren würde. Er rutschte auch tatsächlich wieder in die Nähe von 18.000 USD pro Tonne zurück, konnte sich dann aber wieder deutlich erholen. Aktuell kostet eine Tonne Nickel etwas mehr als 18.800 USD.

Nach Ansicht des Informationsdienstes Platts sind das indonesische Exportverbot und die Entscheidung Chinas, sich andere Lieferanten zu suchen dafür verantwortlich. Auch wenn Analysten davon ausgehen, dass der Nickelpreis zunächst auf hohem Niveau verweilen wird, könnte ihrer Meinung nach neu auf den Markt kommendes Material den Preis in Zukunft wieder fallen lassen. Mehrere Produzenten würden versuchen, ihr Nickelgeschäft wieder anzukurbeln oder neue Anlagen in Betrieb zu nehmen, hieß es.


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