Shorteindeckungen und Risikoaversion: Goldpreisrallye reißt Minenaktien mit nach oben

Goldbarren. Quelle: Semafo

Goldbarren. Quelle: Semafo

Nach Wochen und Monaten eher gedrückten Handels hat der Goldpreis gestern einen dynamischen Ausbruch hingelegt. Der Preis für eine Unze des gelben Metalls schoss um mehr als 48 USD oder fast 4% nach oben und schloss am Tageshoch von 1.320 USD pro Unze. Das ist die beste Tageperformance seit September 2013.

Damit liegt Gold dieses Jahr bislang 10% vorn. Auch der Silberpreis konnte profitieren, er sprang um fast 5% nach oben und überwand zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder die Marke von 20 USD pro Unze.

Der schnelle Goldpreisanstieg löste kräftige Käufe auch bei den Goldminenaktien aus. Der Market Vectors Gold Miners ETF, in dem die Aktien der größten Goldproduzent der Welt versammelt sind, legte um 5,4% zu und kann damit 2014 bislang ein Plus von 23,5% verbuchen. Auch der Philadelphia Gold & Silver Index gewann 5% hinzu und ist damit wieder auf einem Niveau angelangt, das zuletzt im März erreicht wurde, als der Goldpreis sein Hoch für das laufende Jahr bei 1.379 USD pro Unze verzeichnete.

Die Aktie des nach Ausstoß größten Goldproduzenten der Welt Barrick Gold (WKN 870450 / NYSE ABX) schloss 3,5% höher bei 18,01 USD wobei rund 17,7 Mio. Aktien den Besitzer wechselten – ein selbst für Barrick sehr hohes Handelsvolumen. Diese Woche war zu Barrick bekannt geworden, dass der Konzern Gespräche über mögliche Partnerschaften mit dem größten Goldproduzenten Chinas, China National Gold, führt.

Der chinesische Staatskonzern betreibt im Reich der Mitte fast 50 Goldminen und erklärte man sei aktiv auf der Suche nach Akquisitionsmöglichkeiten bei Gold-, Silber und Kupferfirmen weltweit. Allerdings würden sich mögliche Kooperationen nicht auf das gigantische Pascua Lama-Projekt des kanadischen Konzerns erstrecken. Gegen dieses laufen Sammelklagen, in denen Barrick beschuldigt wird, durch Falschdarstellungen und Fehler bei Aktionären Schäden in Milliardenhöhe verursacht zu haben. Die Arbeiten an dem Projekt auf der Grenze zwischen Chile und Argentinien sind mittlerweile ausgesetzt.

Barrick, das Unternehmen wird dieses Jahr voraussichtlich rund 7 Mio. Unzen Gold produzieren, wird an der TSX derzeit mit rund22 Mrd. CAD bewertet. Die Aktie war im Juli 2013 auf Mehrjahrestiefs gefallen, nachdem die Marktkapitalisierung 2011 mit 54 Mrd. Dollar ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Newmont Mining Corp (WKN 853823 / NYSE NEM) mit seiner Börsenbewertung von rund 12 Mrd. USD konnte ebenfalls um 3% zulegen, wobei ebenfalls gigantische 12 Mio. Aktien gehandelt wurden. Erst im April waren Gespräche über eine mögliche Fusion von Barrick und Newmont gescheitert.

Ebenfalls einen guten Tag erlebte Goldcorp (WKN 890493 / TSX G). Die Marktkapitalisierung des nach Börsenwert ohnehin schon größten Goldproduzenten der Welt stieg um weitere 1 Mrd. CAD, nachdem die Aktie gestern um knapp 4,8% zulegte. Damit weitet das Unternehmen den Bewertungsabstand zu seinen Peers weiter aus. Die Marktkapitalisierung des Konzerns ist 2014 bereits um 28,7% auf 24,1 Mrd. Dollar gestiegen. Von Goldcorp wird dieses Jahr eine Produktion von rund 3 Mio. Unzen Gold erwartet.

Da auch zahlreiche weitere Schwergewichte der Goldbranche zulegen konnten, scheint es, als würden viele Anleger den Rat der Citigroup in den Wind schlagen, die letzten Monat riet, keine Goldaktien zu kaufen, egal wie günstig deren Bewertung geworden sei.

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