Exklusiv-Interview: Der Canadian Stock Exchange – „The Exchange for Entrepreneurs“

Die Börse in Toronto

Die Börse in Toronto

Wie jedes Jahr zur Internationalen Edelmetallmesse   (7. und 8. November, Event Arena im Olympiapark München) veranstaltet die kanadische Rohstoffbeteiligungsgesellschaft Zimtu Capital Corp. (WKN A0RDR9 / TSX-V ZC) ihren Road Trip, der von Frankfurt über München nach Zürich und schließlich Genf führt. Dabei stellen sich nicht nur Unternehmen aus dem Portfolio der Zimtu Capital vor, sondern auch der Canadian Securities Exchange („CSE“), vertreten durch seinen President und CEO Richard Carleton.

Zimtu-Direktor Sven Olsson führte ein Interessantes Interview mit Herrn Carleton, das wir Ihnen zu Ihrer Information zur Verfügung stellen.

Interview mit Richard Carleton, President der Canadian Securities Exchange („CSE“)

Sven Olsson: Sehr geehrter Herr Carleton, das Rebranding der alten Canadian Securities Exchange von CNSX zu CSE scheint mehr als nur ein Markenwechsel zu sein. Was bietet die CSE, was zuvor nicht da war? Was ist neu?

RC:  Bis zum Dezember letzten Jahres führten wir unter dem Dach der CNSX drei Marken:

•    Die Canadian National Stock Exchange –der offizielle Name der Börse, an der Aktien notiert und gehandelt wurden (offizieller Name des Unternehmens hinter der Handelsplattform war CNSX Markets Inc.)

•    Pure Trading – der offizielle Name der Handelsplattform, die Aktien von der TSX und der TSX Venture Exchange verbuchte

•    CNSX, die allgemein anerkannte Abkürzung der Börse

Wir unterhielten für CNSX und Pure Trading zwei separate Handelsplattformen und die dazugehörigen Börsendatenbanken. Händler, Emittenten und Investoren fanden sich aufgrund all dieser Markennamen nicht mehr zurecht und bei der Verbindung zu diesen beiden Börsenplätzen entstanden Ihnen erhöhte Kosten. Ende vergangenen Jahres haben wir die beiden Handelsplattformen schließlich zusammengeschlossen, um die Betriebskosten für unsere Partner zu senken und all unsere Bemühungen auf den Aufbau einer einzigen Marke bündeln zu können. Im Zuge dessen brachten wir alle unsere Handels-, Notierungs- und Börsendatenleistungen unter dem Dach der Canadian Securities Exchange, der CSE, zusammen. Dies vereinfacht die Vermittlung unseres Geschäftsinhalts ungemein: Wir erbringen Handels- und Börsendatendienstleistungen für alle in Kanada börsennotierten Aktien und bieten Emittenten über unsere Börsennotierungsservices effizienten und kostengünstigen Zugang zu den kanadischen Kapitalmärkten. Hiermit beschreiten wir keine neuen Wege, aber dieser Schritt erleichtert das Verständnis unserer Botschaft in der Investmentbranche immens.

SO: Welche Rolle spielen die neuen Mehrheitseigentümer?

RC: Unsere zwei Großaktionäre sind im Vorstand der CSE vertreten: Tom Caldwell ist nicht geschäftsführender Chairman und Ned Goodman ist stellvertretender Chairman. Beide Herren genießen in der Investmentbranche großes Vertrauen. Tom hat eine unabhängige Investmentgesellschaft mit einem Schwerpunkt auf Beratungsdienstleistungen für vermögende Kunden aufgebaut und verwaltet darüber hinaus einen an der TSX und CSE notierten Anlagefonds, der im globalen Finanzmarkt eine Reihe erwähnenswerter (und erfolgreicher) Investitionen getätigt hat. Ned ist Geschäftsleiter mehrerer der Dundee Corporation angehörigen kapitalmarktorientierten Unternehmen. Insbesondere Neds Beteiligung hat uns in den Augen der Anbieter von Frühphasenfinanzierungen in Kanada mehr Glaubwürdigkeit verliehen. Er genießt bei diesen für seinen Scharfsinn und Engagement am Aktienmarkt hohes Ansehen.

SO: Ein großer Teil der Liquidität kanadischer Aktien stammt generell von europäischen Investoren. Hatten Sie diese Zielgruppe zuvor im Auge oder ist dies ihre erste Reise nach Europa?

RC: Wir haben in den vergangenen Jahren einige Zeit damit verbracht, den Zugang zu unseren Handelsdienstleistungen in Europa zu verbessern. Zunächst mussten wir sicherstellen, dass unsere Börsendaten Investoren aller Couleur über Services für professionelle Anleger (Thomson Reuters, Bloomberg, SIX usw.) und Services, die verstärkt für Privatanleger bestimmt sind, zur Verfügung stehen. Über Google (www.google.com/finance) stehen Kurse in Echtzeit, Pressemeldungen, Eckdaten der Unternehmen, Peer-Group-Vergleiche und Aktiencharts nun kostenlos zur Verfügung. Wir arbeiten daran, diesen Service auch auf andere Online-Plattformen auszubauen.

Investoren haben über sämtliche große Full-Service-Brokerhäuser in Europa Zugriff auf unsere Börse, da die kanadischen Niederlassungen von Häusern wie Credit Suisse, UBS, Barclays, BAML, Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan Chase, Canaccord und Citigroup alle Teilnehmer an der CSE sind. Unsere aktuellen Bemühungen richten sich auf sogenannte Discount-Broker in Europa. ING Direct in Deutschland hat sich als erster dieser Handelsplattformbetreiber verpflichtet, seinen Kunden Zugang zur CSE zu bieten. Wir sind in Gesprächen mit weiteren Anbietern und hoffen, dass diese in Kürze diesem Beispiel folgen werden.

Dessen ungeachtet haben eine Vielzahl unserer Emittenten dieses Problem mit einer Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse umgangen. Wir unterstützen dies, da eine Zweitnotierung die Liquidität (höheres Volumen, geringere Geld/Brief-Spanne, vermehrte Handelsanweisungen) in der Regel in beiden Märkten verbessert, sofern die Arbitragehändler gute Arbeit leisten. Unsere Präsenz in Europa sollte sich in den nächsten Jahren mit dem weiteren Ausbau unserer Marke erhöhen.

SO: Ich nehme an, dass eine Börse den Anforderungen von Unternehmen und Investoren gleichermaßen gerecht werden muss. Warum denken Sie, dass die CSE die neue Anlaufstelle für aufstrebende Unternehmen sein sollte? Streben Sie ein bestimmtes Optimum an?

RC: Unser Notierungsmodell stützt sich auf die verbesserte Offenlegung von Unternehmensdaten, um dem Zweitmarkt die Bewertung der Aktie zu erleichtern. Bei Prüfung eines Antrags auf Börsenzulassung unternehmen wir alle Anstrengungen, um den reguliertungsbedingten Risiken durch die Hintergrundüberprüfung sämtlicher Führungskräfte, Vorstandsmitglieder, bedeutender Aktionäre und anderer Insider eines Unternehmens zu begegnen. Wir stellen zudem sicher, dass alle Behördeneinreichungen eines Unternehmens aktuell und vollständig sind und dass das Unternehmen auch sonst alle unsere Mindestanforderungen erfüllt hat.

Den Geschäftsplan eines Unternehmens  überprüfen wir jedoch nicht im Einzelnen. Es ist unsere Grundüberzeugung, dass dies dem Sekundärmarkt überlassen bleiben sollte: Die Börse überwacht die Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften und der Markt bewertet den Geschäftsinhalt eines Unternehmens. Mit diesem Ansatz ist im Vergleich zu anderen alternativen Handelsplattformen in Nordamerika ein wesentlich schnellerer Markteintritt möglich, was geringere Rechts-, Buchhaltungs- und Beratungskosten und somit eine Senkung des Geschäftsrisikos zur Folge hat. Bestehenden Emittenten bieten wir ein verlässliches Pauschalpreismodell. Wir verlangen beispielsweise keine Gebühren in Form eines prozentualen Anteils auf den Mittelzufluss aus Zweitangeboten. Wir haben festgestellt, dass dieses Modell gerade für kostenbewusste junge Unternehmen interessant ist; es ergeben sich aber auch für viel größere und etablierte Unternehmen erhebliche Vorteile aus unserem Modell. Mit der Zeit möchten wir gemeinsam mit unseren Emittenten wachsen.

SO: Wagen Sie doch einen Blick in die Zukunft: Wo sehen Sie die CSE in 5 Jahren? Wie wollen Sie sich positionieren?

RC: Wir positionieren uns deutlich als „The Exchange for Entrepreneurs“, was heißt, dass wir den Kapitalbildungsbedürfnissen von Unternehmen genügen, die die kanadischen Kapitalmärkte für die Kapitalaufnahme nutzen möchten. Dies bezieht sich auch auf unsere Handels- und Börsendatendienstleistungen, da, wie wir alle wissen, je liquider ein Wertpapier ist, desto geringer die zugrundliegenden Kapitalkosten für das Unternehmen sind. Bei unserer aktuellen Wachstumsrate, die mit dem Ausbau unserer Marke und einer allgemeinen Konjunkturbelebung beschleunigt werden sollte, gehen wir davon aus, dass wir in fünf Jahren für Unternehmer im Kapitalbeschaffungsgeschäft weltweit zu einem Begriff geworden sind. Kanada ist eines der für Investitionen in die Bereiche Bergbau, Technologie und Bio-Pharmaka wichtigsten Länder. Wir rechnen damit, uns in dieser Industrie zum Marktführer zu entwickeln.

SO: Was ist die Nachricht, die Sie europäischen Investoren mit auf den Weg geben möchten?

RC: Kanada bietet ein großes und reges Investitionsumfeld. Wachstumsorientierte Anleger aus Europa, ja, der ganzen Welt, sollten zur Kenntnis nehmen, dass die CSE ein wachsender Teil dieses Umfelds ist. Wir laden Investoren dazu ein, einen Blick auf unsere Aktien zu werfen, und halten sie dazu an, uns zu informieren, wenn wir als Börse etwas tun können, um dies zu erleichtern.

Interessenten, die an der jährlichen Zimtu European Road Show (6. bis 12. November 2014) teilnehmen wollen, werden gebeten, sich unter einem der folgenden Links für eine der Veranstaltungen anzumelden:

Frankfurt, 6. November 2014; Hessischer Hof

München, 7.-8. November 2014; Edelmetallmesse

Zurich, 10. November 2014; Park Hyatt Hotel

Genf, 12. November 2014; Hotel Metropole

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Laut §34b WpHG möchten wir darauf hinweisen, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenskonflikt besteht. Wir können außerdem nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Ferner kann zwischen den hier erwähnten Unternehmen und der GOLDINVEST Media GmbH ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag bestehen oder bestanden haben, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt gegeben sein kann.

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