Quartalsgewinn sinkt: Potash Corp. sieht Aussichten für den Düngemittelsektor vorsichtig optimistisch

Kali-Bohrkerne von Western Potashs Milestone-Projekt; Foto: Western Potash Corp.

Kali-Bohrkerne von Western Potashs Milestone-Projekt; Foto: Western Potash Corp.

Nachdem die Preise im Landwirtschaftssektor dieses Jahr deutlich gefallen sind, fürchten viele Anleger, dass auch die Düngemittelpreise nachgeben werden. Wenig überraschend sieht der größte Produzent von Düngemitteln weltweit, Potash Corp. of Saskatchewan (WKN 878149) das anders.

CEO Jochen Tilk erklärte anlässlich der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen des Konzerns, dass das Düngemittelgeschäft zumindest zum Teil unabhängig von den deutlichen Preiseinbrüchen bei Mais, Sojabohnen und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen sei.

Er wies darauf hin, dass Potash Corp. Kunden in vielen verschiedenen Regionen der Welt habe, die zahlreiche unterschiedliche Erzeugnisse produzieren. Das biete Schutz, sollte die Produktion – und damit die Düngemittelnachfrage – in einigen Märkten schwächer ausfallen. Darüber hinaus würden die Kunden des Konzerns sich nach mehreren Jahren hoher Gewinne in einer Position finanzieller Stärke befinden, was es ihnen erlaube, trotz der gesunkenen Preise weiter in die Produktivität ihrer Anbauflächen zu investieren.

Nach Ansicht von Tilk könnte allerdings die Kalinachfrage im kommenden Jahr in bestimmten Märkten, Nordamerika eingeschlossen, leicht zurückgehen. Insgesamt aber glaubt der Potash-CEO, dass die Nachfrage sich 2015 in etwa auf dem Niveau dieses Jahres bewegen wird. Für 2014 rechnet Potash Corp. mit Lieferungen von 58 bis 60 Mio. Tonnen des Düngemittels. Die Kalinachfrage habe sich trotz aller Herausforderungen besser gehalten als viele Beobachter erwartet hätten, so Tilk.

Der Kalipreis hat sich dieses Jahr nach und nach erholt, liegt aber immer noch erheblich unter dem Niveau aus dem Juli 2013, als die russische Uralkali eine kartellähnliche Vermarktungsgesellschaft aufkündigte und erklärte, ihre Produktion auf die Maximalleistung steigern zu wollen. Diese Pläne wurden so nicht umgesetzt, doch seitdem haben die Kaliproduzenten Mühe, höhere Preise durchzusetzen. Und einige Experten glauben, dass dies angesichts der niedrigen Preise für viele Landwirtschaftserzeugnisse auch so bleiben wird.

Der Potash-CEO, der erst seit Juli im Amt ist, gab keine Prognose für den Kalipreis ab. Er erklärte aber, es scheine als hätte der Preis Anfang des Jahres einen Boden gefunden und fundamental betrachtet würde die Lage derzeit solide erscheinen.

Der Konzern hatte im dritten Quartal einen Gewinn von 317 Mio. USD oder 38 US-Cent pro Aktie erzielt, was einen Rückgang von 11% darstellt. Damit verfehlte man zwar auch die Erwartungen der Analysten, was aber vor allem auf höher als erwartet ausgefallen Steuern zurückzuführen war.

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