Qantitative Easing vor dem Aus: Dreht die Fed noch diese Woche den Geldhahn zu?

Goldbarren

Eine Unze Feingold; Bilderquelle: Osisko Mining

Die Edelmetallmärkte könnten vor einer turbulenten Handelswoche stehen. Denn allgemein wird erwartet, dass die US-Notenbank ihr Anleihekaufprogramm QE3, mit dem sie billiges Geld in die Märkte pumpte, auslaufen lassen wird.

Das nächste, zweitägige Fed-Treffen beginnt am morgigen Dienstag und danach werden die Anleger wissen, ob die Zentralbank unter Leitung von Janet Yellen ihr Stimulusprogramm, , das die Rallye der Aktienmärkte befeuerte, die Zinsen niedrig hielt und die Edelmetallpreise seit den Anfängen 2008 antrieb, beendet oder nicht.

Im vergangenen Dezember, angesichts von Anzeichen dafür, dass die US-Wirtschaft aus der Rezession kam und solche Stützkäufe nicht mehr benötigte, hatte die Fed begonnen, ihre monatlichen Anleihekäufe von damals 85 auf aktuell nur noch 15 Mrd. USD pro Monat herunterzufahren.

Eine Entscheidung, QE – das so genannte Quantitative Easing – zu beenden, wäre mit großer Wahrscheinlichkeit sowohl für die US-Aktienmärkte, die am Tropf des billigen Geldes hängen, als auch die Edelmetalle negativ. Es gibt aber auch Faktoren, die darauf hindeuten, dass es derzeit nicht ratsam wäre, dem Markt das billige Kapital zu entziehen. Angst vor einer Deflation, ein langsameres Wirtschaftswachstum in Europa und China sind drei der wichtigsten Gründe dafür, den Geldhahn noch nicht zuzudrehen. Zumal eine Flut schlechter Nachrichten von Unruhen in Hong Kong, über die IS-Offensive bis zu Ebola die Märkte zuletzt unter Druck setzte.

Erst vor zwei Wochen hatte James Bullard, Chef der Fed von St. Louis, erklärt, dass die US-Notenbank ihre Anleihekäufe fortsetzen sollte, bis die US-Wirtschaft noch größere Stärke zeige. Gegenüber Bloomberg TV erklärte er, dass man die Drosselung des Stimulusprogramms ja erst einmal aussetzen könne, um im Dezember zu sehen, was die Wirtschaftsdaten besagen.

Andere Fed-Mitglieder allerdings glauben, dass die Notenbank an ihrem Kurs festhalten wird. Eric Rosengren, Fed-Chef von Boston, deutete an, dass die Notenbanker auf ihrem Treffen am 28. und 29. voraussichtlich das Ende des Quantitative Easing beschließen – außer die Wirtschaftsdaten bis dahin fallen so schwach aus, dass die Fed ihre Meinung ändern könnte.

Die Fed schiebt gewöhnlich schwierige und Markt bewegende Entscheidungen in Bezug auf das Quantitative Easing solange wie möglich auf. Es wird auf jeden Fall interessant, in welche Richtung die US-Notenbanker gehen und wie die Märkte darauf reagieren.

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