Zehn Jahre SPDR Gold Trust: Größter Gold-ETF fährt seit Auflegung Rendite von 150% ein

Goldbarren; Foto: Newcrest Mining

Goldbarren; Foto: Newcrest Mining

Börsengehandelte Investmentprodukte auf Gold, so genannte ETPs (Exchange Traded Products) bzw. die ETFs (Exchange Traded Funds) haben in den letzten Jahren den Markt für das Edelmetall von Grund auf verändert.

Den ETFs wurde ein Großteil des 12 Jahre währenden Bullenmarktes bei Gold zugeschrieben, da sie es Anlegern so einfach machen, in das gelbe Metall zu investieren. (Allerdings ist es auch genau so einfach, Kasse zu machen, wie vor allem das Horrorjahr 2013 zeigte.)

Der SPDR Gold Trust (NYSE:GLD) wurde zwar ganze 18 Monaten nach dem ersten mit physischem Gold hinterlegten ETF in Australien aufgelegt, dominierte aber bald den Markt. Er wurde am 18. November 2014 an den Markt gebracht und erlebte einen ziemlich guten ersten Tag. Denn die Anleger kauften knapp über 8 Tonnen oder 260.000 Unzen Gold, sodass der Fonds auf einen Net Asset Value (NAV, Anlagenwert) von 115 Mio. USD kam.

Nur zwei Tage später lag der NAV bei mehr als 1 Mrd. USD und zu Thanksgiving, also in der Woche darauf, hatten die Goldanleger bereits mehr als 100 Tonnen des gelben Metalls über den SPDR erworben. Im Februar 2009 dann wurde die Marke von 1.000 Tonnen Gold überschritten.

Am 22. August 2011, als Gold Rekordhochs über 1.900 USD pro Unze verzeichnete, wurde der SPDR Gold Trust für kurze Zeit zum größten ETF überhaupt, hatte mit einem NAV von 77,5 Mrd. USD sogar den ehrwürdigen SPDR S&P 500 überholt. Ihr Hoch erreichten die Goldbestände des Fonds mehr als ein Jahr später im Dezember 2012 bei 1.353 Tonnen oder 43,5 Mio. Unzen Gold. Das war fast die Hälfte allen weltweit über ETFs gehaltenen Goldes – und mehr als die chinesische Zentralbank offiziell an Goldreserven vorhält…

All das fand 2013 ein jähes Ende, als der Goldpreis einbrach und die Anleger 552 Tonnen Gold aus dem ETF abzogen. Das Ausmaß der Panik lässt sich daran erkennen, dass der SPDR Gold Trust im gesamten Jahr nur 17 (!) Tage mit Mittelzuflüssen verzeichnete.

Und nach einigen Fehlausbrüchen, sieht es so aus, als würde der Fonds auch 2014 wieder Verluste machen. Bislang wurden netto rund 78 Tonnen Gold abgezogen. Mit 720 Tonnen Gold liegen die Bestände nun wieder auf einem Niveau wie es zuletzt im September 2008 verzeichnet wurde, als der Zusammenbruch von Lehman Brothers die weltweite Finanzkrise auslöste.

Und dennoch: Wer zur Auflegung oder kurz danach in den SPDR Gold Trust investierte, kann sich über eine Rendite von mehr als 150% freuen, während Investoren in den S&P 500 lediglich einen Anstieg von 72% verbuchen konnten.

Während man Gold derzeit zu Preisen wie von April 2010 kaufen kann, sind mittlerweile die Aktienmärkte – insbesondere in den USA – auf Rekordhochs geschnellt, weisen viele Unternehmen eine Börsenbewertung auf, die einem die Tränen in die Augen. Da fragt man sich doch, wo von hier aus gesehen das höhere Aufwärtspotenzial liegt…

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