Platinmarkt dürfte 2014 ein Defizit von 885.000 Unzen ausweisen

Bleskop Schacht der Platinmine Rustenburg von Anglo American in Südafrika. Bildquelle: Anglo American

Bleskop Schacht der Platinmine Rustenburg von Anglo American in Südafrika. Bildquelle: Anglo American

Laut einem Bericht des World Platinum Investment Council (WPIC) dürfte der Platinmarkt dieses Jahr ein Angebotsdefizit von 885.000 Unzen ausbilden – vor allem auf Grund des Streiks in Südafrika.

Es wird zudem erwartet, dass die Haldenbestände an der Oberfläche, die dazu führten, dass der Platinpreis nur wenig auf die sinkende Produktion reagierten, erheblich zurückgegangen sind. Trotz des nun wohl dritten Defizits in Folge hat der Platinpreis dieses Jahr bislang rund 11% an Wert verloren.

Der WPIC rechnet für 2014 mit Platinlagerbeständen an der Oberfläche von 2,56 Mio. Unzen, wobei die Bestände der Platin-ETFs und die zur Verarbeitung anstehenden Bestände der Unternehmen nicht berücksichtigt sind. Ende vergangenen Jahres lag dieser Wert noch bei 3,445 Mio. Unzen, so der WPIC.

Der Minenausstoß an Platin aus Südafrika, woher drei Viertel der Minenproduktion weltweit stammen, dürfte den Experten zufolge dieses Jahr um 31% fallen. Die Gewerkschaft AMCU (Association of Mineworkers and Construction Union) hatte im Land am Kap einen fünfmonatigen Streik durchgeführt.

Insgesamt geht der WPIC davon aus, dass das Platinangebot 2014 um 9% auf 7,125 Mio. Unzen fallen wird. 2015 dürfte in Südafrika ein Anstieg zu beobachten sein, hieß es weiter. Es sei aber unwahrscheinlich, dass wieder das Niveau von 2013 erreicht werde.

Allerdings gehen die Experten auch von einem Rückgang der Nachfrage aus, insbesondere auf Grund einer niedrigeren Investmentnachfrage. Diese war 2013 nach Einführung des ETFs NewPlat von Absa Capital drastisch gestiegen, soll aber 2014 um 82% gesunken sein.

Die Nachfrage aus den beiden größten Quellen aber – Schmuck- und Automobilindustrie – soll weiter steigen. Die Nachfrage der Automobilbauer in Europa, die Platin in Katalysatoren einsetzen, dürfte um 5% steigen, so der WPIC, während man davon ausgeht, dass die Schmucknachfrage um 4% zulegt. Die Schmuckkäufe aus China, die zwei Drittel des weltweiten Platinschmuckmarktes ausmachen, sollen 2014 um 2% steigen und das Wachstum laut dem WPIC im kommenden Jahr fortsetzen.

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