Cowen and Company: Große Goldproduzenten für 2015 gerüstet

Goldmine; Foto: Barrick Gold

Goldmine; Foto: Barrick Gold

Nach Ansicht der Analysten von Cowen and Company sollte es den großen, nordamerikanischen Goldproduzenten 2015 gelingen, ihre Gesamtkosten (all-in costs) unter 1.000 USD pro Unze zu halten.

Das aber, schränkten die Experten ein, sei vor allem auf die geringen Investitionsaufwendungen zurückzuführen, die die Konzerne aber nicht lange aufrechterhalten könnten. Schon 2016 müssen die Produzenten ihre Investitionsbudgets wieder anheben, um das geplante Wachstum erreichen zu können, glaubt Cowen and Company.

In ihrer Analyse fanden die Analysten heraus, dass die Ausgaben der sechs größten nordamerikanischen Goldproduzenten, die sie beobachten, in den vergangenen Quartalen stiegen. Damit sei ein Trend umgekehrt worden, der vom zweiten Halbjahr 2011 bis zum ersten Quartal 2014 gedauert habe. Der Anstieg der Ausgaben sei dabei vor allem auf höhere operative Kosten und einen leichten Anstieg der Investitionskosten zurückzuführen, hieß es.

Die Goldproduzenten hätten sich für das derzeitige Preisumfeld positioniert und ihre Betriebe so „konfiguriert“, dass sie bei einem Goldpreis über 1.000 bis 1.100 USD pro Unze positiven Cashflow generieren würden, führten die Analysten aus. Der Anstieg der Ausgaben sei zwar vielleicht auf eine steigende Zuversicht des Managements zurückzuführen, so Cowen and Company, doch sei insgesamt 2015 immer noch mit einem Rückgang der Investitionen zu rechnen. Die stärksten Einschnitte seien dabei von Barrick Gold (WKN 870450), Goldcorp (WKN 890403), Yamana Gold (WKN 357818) und Kinross Gold (WKN A0DM94) zu erwarten. Newmont Mining (WKN 853823) und Agnico-Eagle Mines (WKN 860325) hingegen dürften nach Aussage der Analysten ihre Ausgaben erhöhen.

Angesichts der Projekte der Unternehmen und der eigenen Schätzungen rechnen die Experten damit, dass die Ausgaben 2014 im Schnitt gefallen sind. Der Rückgang scheine dabei vor allem von den sinkenden Investitionen zu stammen, da die operativen Kosten eher stabil geblieben seien. Cowen warnt aber, dass diese reduzierten Investitionsbudgets zwar kurzfristig geholfen haben mögen, die Bilanzen der Goldgesellschaften zu stärken, weitere Senkungen würden aber einen negativen Einfluss auf das zu erwartende Wachstum haben.

2015 jedenfalls erwarten die Experten eine weitere Senkung der Bruttoinvestitionen. Die Verschiebung der Investitionen der Großkonzerne habe begonnen, dass langfristige Wachstum zu beeinflussen. Was bedeute, dass die Produzenten verstärkt auf Fusionen und Akquisitionen setzen müssten, um ihre Projektpipeline kurzfristig zu füllen.

Die Analyse der Experten deutet zudem darauf hin, dass 2015 die sechs größten Goldproduzenten, die sie beobachten, bei einem durchschnittlichen Goldpreis von 1.200 USD pro Unze freien Cashflow generieren dürften. Barrick, Goldcorp, Kinross and Yamana sollten sogar in der Lage sein, dass bei einem durchschnittlichen Goldpreis unter 1.000 USD pro Unze zu erreichen.

Cowen prognostiziert für 2015 „all-in sustaining costs“ (AISC) von 959 USD für Barrick, 957 USD bei Goldcorp, 1.080 für Newmont, 952 USD für Kinross, 1.058 USD für Agnico und 813 USD bei Yamana. Die Bilanzen der großen Produzenten sollten sich nach Ansicht der Analysten so im Schnitt und bei den aktuellen Metallpreisen wieder erholen.

Nur Barrick sei weiterhin schwer verschuldet und werde darunter auch in Zukunft leiden, erklärten die Analysten weiter. Zum Teil auf Grund der Verbindlichkeiten von rund 11 Mrd. Dollar und anderer Annahmen der Experten, sollte das kapitalintensive Wachstumsprofil des Konzerns (Goldrush in Nevada, Donlin in Alaska und Pascua Lama in Chile/Argentinien) Barrick auch in absehbarer Zukunft schwer belasten.

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