Produktionswachstum von 20% erwartet: Goldcorp warnt vor Abschreibung von bis zu 2,7 Mrd. USD

Goldcorp, Musselwhite

Musselwhite-Mine von Goldcorp; Bildquelle: Goldcorp

Der nach Marktkapitalisierung größte Goldproduzent der Welt Goldcorp (WKN 890493) warnt vor einer möglichen Abschreibung in Höhe von bis zu 2,7 Mrd. USD auf seine argentinische Cerro Negro-Mine. Als Begründung führt der Konzern die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten in dem südamerikanischen Land an.

Die argentinische Regierung macht ausländischen Bergbaufirmen seit geraumer Zeit das Leben schwer, indem sie die Einfuhr von Gütern und Dienstleistungen einschränkte und Beschränkungen in Bezug auf den Tausch von argentinischen Pesos in US-Dollar erließ. Zudem ist die Inflation in Argentinien sehr hoch. Goldcorp hatte vor einiger Zeit erklärt, dass jedes Mal, wenn man einen Dollar zum offiziellen Wechselkurs nach Argentinien hinein bringe, Lieferanten und Auftragsnehmer ihn nach der „inoffiziellen“ Rate behandeln, die fast 70% höher liege.

Schlussendlich, so Goldcorp, könnte die Abschreibung, die in den Zahlen zum vierten Quartal enthalten sein wird, zwischen 2,3 und 2,7 Mrd. USD liegen. 2010, als der Konzern 3,6 Mrd. USD für das Projekt zahlte, sah man diese Probleme nicht kommen. Die Baukosten für Cerro Negro lagen schließlich erheblich höher als ursprünglich geplant, doch immerhin wurde Anfang Januar die kommerzielle Produktion erreicht. Goldcorp geht davon aus, dass die Produktion von Cerro Negro bis zu 475.000 Unzen Gold pro Jahr betragen wird.

Goldcorp gab zudem bekannt, dass man 2014 2,87 Mio. Unzen Gold produzierte und damit das untere Ende der Prognose von 2,95 Mio. Unzen verfehlte. Allerdings teilte der Konzern auch mit, dass man damit rechne, die Produktion dieses Jahr um rund 20% auf 3,3 bis 3,6 Mio. Unzen des gelben Metalls steigern zu können. Zudem würden die Investitionsaufwendungen signifikant zurückgehen, da drei neue Minen (Cerro Negro, Eleonore und Cochenour) in Produktion gegangen seien.

Das Unternehmen rechnet damit, dass der Ausstoß seiner Minen 2016 auf dem Niveau dieses Jahres liegen, 2017 aber auf 3,4 bis 3,7 Mio. Unzen steigen wird. Allerdings könnten sich diese Zahlen deutlich erhöhen, sollte Goldcorp eine größere Akquisition tätigen. Vergangenes Jahr hatte man versucht Osisko Mining zu übernehmen, wurde aber überboten.

Erst einmal aber verkauft Goldcorp seine Wharf-Mine in South Dakota für 105 Mio. USD in bar an Coeur Mining (WKN A0RNL2). Dieser Schritt ist Teil der Strategie des Unternehmens zur Optimierung des Portfolios, damit man sich auf die besten Minen konzentrieren kann. Ein Prozess, den derzeit viele große Goldproduzenten durchlaufen.

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