Mit Übernahme der Wharf-Mine: Coeur Mining wird zum Goldproduzenten

Das Kensington-Minengelände von Coeur Mining; Foto: Coeur Mining

Das Kensington-Minengelände von Coeur Mining; Foto: Coeur Mining

Der US-amerikanische Silberproduzent Coeur Mining (WKN A0RNL2) scheint darauf aus zu sein, sein Edelmetallportfolio stärker in Richtung Gold auszuweiten. Denn das Unternehmen erwirbt für 105 Mio. Dollar in bar die Goldmine Wharf von Goldcorp (WKN 890493).

Wharf produziert zwar auch etwas Silber, ist aber definitiv eine hauptsächliche Goldmine und reiht sich somit als zweiter solcher Produzent neben Coeurs Kensington-Goldmine ein.

Bei der Mine handelt es sich um einen Tagebaubetrieb in South Dakota, einer historischen Goldbergbauregion, in der Nähe der Homestake-Mine, die lange der größte Goldproduzent der USA war. Die Wharf-Mine ist seit 30 Jahren in Betrieb und verfügt über gemessene und angezeigte Vorkommen von rund 560.000 Unzen Gold bei durchschnittlich von 0,7 Gramm Gold pro Tonne. (Das mag niedrig erscheinen, ist aber heutzutage ein für den Tagebau annehmbarer Wert). Das hört sich vielleicht nicht nach einem langen, verbleibenden Minenleben an, das wird derzeit auf 7 Jahre geschätzt, man sollte aber bedenken, dass Wharf vor 30 Jahren mit einem geschätzten Minenleben von drei Jahren entwickelt wurde – und seitdem produziert.

Coeur jedenfalls geht davon aus, 2015 auf der Mine zwischen 85.000 und 90.000 Unzen Gold zu fördern. Es handelt sich bei Wharf um einen Betrieb mit relativ niedrigen Kosten (Stichwort Haufenlaugung). Das Unternehmen geht von so genannten „all in sustaining costs“ (AISC) von 800 bis 875 USD pro Unze Gold aus, die Silberbeiproduktion eingerechnet. Coeur erwartet zudem, dass die Mine dabei behilflich sein wird, das EBITDA des Unternehmens um mehr als 30% zu steigern und von Beginn an zum freien Cashflow beitragen wird. Mit der Übernahme von Wharf steigen die Goldreserven des Unternehmens zudem um 24%. Da die Kosten auf der Mine zudem unter denen der Kensington-Mine liegen, sollten Wharf zudem die Gesamtkosten pro Produktionseinheit von Coeur senken.

Auf den ersten Blick scheint Coeur so einen fairen Preis für die Mine zu zahlen, längerfristig hängt aber viel davon ab, dass es dem Unternehmen gelingt, weitere Reserven nachzuweisen und die Lebensdauer der Mine zu verlängern. Angesichts der Geschichte der Wharf-Mine ist das zumindest im Bereich des Möglichen.

Insgesamt wird Gold nach der Akquisition rund 60% an Coeurs Umsätzen ausmachen – bislang sind es rund 50%. Den Analysten von Cowen & Company zufolge wird durch die Einbeziehung von Wharf die Produktion des Unternehmens 2015 bei 260.000 Unzen Goldäquivalent bzw. 34,14 Mio. Unzen Silberäquivalent liegen. Die Experten glauben zudem, dass die Einbringung von Wharf die Cashkosten des Unternehmens in Bezug auf Gold auf unter 1.000 Unzen drücken wird.

Cowen betrachtet die Akquisition als insgesamt positiv für Coeur, da sie den Berechnungen der Analysten zufolge zunächst zusätzliche 30 Mio. Dollar an freiem Cashflow pro Jahr erbringen sollte und derzeit nur geringe Investitionen nötig seien.

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