Mit der Woulfe-Übernahme: Almonty Industries leitet Konsolidierung des Wolframsektors ein

Aufbereitungsanlage auf der Wolfram Camp-Mine; Foto: Deutsche Rohstoff AG

Aufbereitungsanlage auf der Wolfram Camp-Mine; Foto: Deutsche Rohstoff AG

Nach Ansicht der Experten von Hallgarten & Company ist der geplante Zusammenschluss von Almonty Industries (WKN A1JSSD) und Woulfe Mining (WKN A1CTE1) genau das, was die Branche braucht. Denn damit würde nicht nur ein größerer Player auf dem Wolframmarkt entstehen, sondern auch ein Auslöser für die lang erwartete Konsolidierung des Sektors, hieß es.

Einer Reihe von Wolframgesellschaften mit nur einer Mine in nur einem Land, so Hallgarten weiter, sei es schlecht ergangen, da sie zu sehr auf ein Asset gesetzt und nicht über die Lebensdauer ihres Hauptprojekts hinaus gedacht hätten.

Almonty hingegen versuchte bereits 2013 die auf Spanien ausgerichtete Ormonde Mining (WKN 932247) zu übernehmen, was aber verhindert wurde. Doch das Unternehmen richtete sich neu aus und erwarb die australische Wolfram Camp-Mine von der Deutsche Rohstoff AG (WKN A0XYG7). Mit dem aktuell geplanten Deal will man kurzfristig zusätzliche Produktion generieren, indem man das Wolframprojekt Shandong von Woulfe Mining übernimmt.

Almontys wichtigstes Asset ist die Wolframmine Los Santos, die 1.100 Tonnen Wolfram Trioxid pro Jahr produziert und eben die Wolfram- und Molybdänmine Wolfram Camp, die 2013 rund 700 Tonnen Wolframtrioxid förderte. Das Unternehmen arbeitet zudem auf die Kommissionierung der Zinn- und Wolframmine Valtreixal in Spanien hin, die 2017 in Produktion gehen soll.

Das Sangdong-Projekt war, bevor es 1992 stillgelegt wurde, 40 Jahre lang der größte Wolframproduzent der Welt. Die Hallgarten-Experten wiesen darauf hin, dass nicht die Erschöpfung der Vorkommen, sondern der niedrige Metallpreis der Grund für die Schließung der Mine war. Die historische Produktion betrug durchschnittlich 600.000 Tonnen pro Jahr hauptsächlich von der 6 Meter mächtigen Hauptader.

Eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie von Woulfe hatte angedeutet, dass Sandong noch eine Lebensdauer von 40 Jahren haben könnte. Hinzu kommt, dass zwischen 1980 und 1987 durchgeführte Bohrungen eine Molybdänlagerstätte in der Tiefe unter den Wolframvorkommen entdeckten. Woulfe hatte zudem vor einiger Zeit eine Überprüfung der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2012 vorgenommen. Dabei hatte man den geschätzten Investitionsaufwand auf 74,4 Mio. Dollar halbiert, indem man die Größe des Projektes anpasste.

Hallgarten wies darauf hin, dass China in den letzten Jahren seine Wolframexporte beschränkt habe – entweder um die Lager für den eigenen Bedarf aufzufüllen oder als ein Zeichen des Raubbaus der vergangenen Jahrzehnte, der eine anfällige Angebotssituation geschaffen haben könnte, so die Experten.

Allerdings war der Wolframpreis in den letzten Jahren sehr volatil. Würde er unter 250 USD pro Tonne fallen, würden die Investitionen aufhören zu fließen und einige Minen unwirtschaftlich werden.

Das Sangdong-Projekt, die Übernahme sollte in den nächsten Wochen abgeschlossen werden, weist eine gemessene und angezeigte Ressource enthaltenen 2,12 Mio. Tonnen Wolframtrioxid auf. In der Kategorie geschlussfolgert kommen bei einem Gehalt von 0,64% Wolframtrioxid noch einmal 7,18 Mio. Tonnen des Metalls hinzu.

Wie Hallgarten ausführt, handelt es sich bei Sangdong zwar nicht um ein „Plug-and-Play“ Projekt, doch seien von Woulfe bereits erhebliche Fortschritte in Entwicklung, Genehmigung und beim Erwerb von Ausrüstungsgegenständen gemacht worden, weshalb Almonty bereit gewesen sei, einen hohen Preis für die Kontrolle über das Projekt zu zahlen.

Nach Ansicht der Experten findet nun endlich die langerwartete Konsolidierung der Branche statt, auch wenn es nur ein Unternehmen sei, das den Prozess einleite. Sollte der aktuelle Deal aber verlaufen wie geplant, so Hallgarten weiter, gehe man davon aus, dass ein oder zwei weitere Minen übernommen würden. Möglicherweise könnte Almonty sogar doch noch versuchen, sich Ormonde zu sichern, hieß es.

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