Sprott Global Resource Investments: Profitieren vom „Geld anderer Leute“

Bohrgerät der Sarama Resources in Burkina Faso; Foto: Sarama Resources

Bohrgerät der Sarama Resources in Burkina Faso; Foto: Sarama Resources

Die aktuell immer noch sehr schwierige Situation am Markt für Rohstoffexplorer kann Anlegern auch interessante Chancen bieten. Denn bei einigen dieser kleinen Unternehmen können Investoren Kapital für die Exploration mit einem sehr attraktiven Abschlag erwerben. Dieses „billige“ Geld stammt von den großen Minenfirmen, die große Summe in die Suche nach neuen Ressourcen stecken.

Nach Ansicht von Jon Sebastian von Sprott Global Resource Investments übersehen aber viele Anleger die Unternehmen, die von diese Situation profitieren können. Diese Firmen würden es dem Investor erlauben, günstig vom „Geld anderer Laute“ zu profitieren. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Juniors würden diese Firmen sich nicht zuerst an institutionelle Investoren wenden, um Kapital aufzunehmen, sondern stattdessen gleich an diejenigen, die ohnehin auf der Suche nach neue Vorkommen sind – die Großen der Minenbranche oder andere Explorer, die Kapital zur Verfügung haben.

Und im aktuellen Marktumfeld, so Sebastian weiter, seien die Konzerne großzügiger zu den Explorern als die üblichen Financiers. Sie bieten in der Regel mehr Kapital zu attraktiveren Konditionen. Warum? Weil sie die Kosten und Schwierigkeiten scheuen, die mit einer Übernahme oder mit dem Aufstieg zum Großaktionär verbunden wären. Sie wollen einen Deal, der ihnen einen klaren Weg zur möglichen Übernahme des Projekts, nicht des Unternehmens, aufzeigt. Ein Übernahmeversuch des Unternehmens würde zudem höchstwahrscheinlich dazu führen, dass der Kurs des Juniors explodiert und somit die Akquisition teuer würde.

Wenn dann auch noch ein konkurrierendes Gebot hinzukommt wie im Fall von Osisko Mining, kann es für die Bieter – hier stritten sich Angico Eagle Mines (WKN 860325) und Yamana Gold (WKN 357818) auf der einen und Goldcorp (WKN 890493) auf der anderen Seite – sehr teuer werden.

Um sich all das zu ersparen, könnte sich also eine große Minengesellschaft bereit erklären, ein Explorationsprogramm über mehrere Jahre zu finanzieren. Als Gegenleistung erhält man eine Option, zu einem späteren Zeitpunkt eine Mehrheitsbeteiligung an dem Projekt erwerben zu können. Und genau deshalb, so Sebastian, seien diese Konzerne in der Regel bereit, mehr für einen Anteil an den Projekten eines Explorers zu zahlen als andere Financiers. Was es wiederum den Aktionären des Explorers erlaube, vergleichsweise günstig davon zu profitieren, dass ihr Unternehmen das „Geld anderer Leute“ ausgibt und mit dessen Hilfe den Wert des Projekts steigert.

Und abgesehen von dem Kapital zur Durchführung der Explorationsaktivitäten, kann der Junior von der Expertise des Minenkonzerns profitieren, der in der Regel über beträchtliche Explorationsressourcen und Erfahrungen verfügt – und mit dem kleineren Partner zusammen auf eine Entdeckung hinarbeitet.

Ein Unternehmen, das dieses Modell erfolgreich umsetzen konnte – und dafür am Markt auch beträchtliche Aufmerksamkeit erhielt – ist Reservoir Minerals (WKN A1JM9K), eine der wenigen Erfolgsgeschichten aus dem Juniorsektor der vergangenen vier Jahre. Reservoir konnte sich des Kapitals seines Partners Freeport-McMoran (WKN 896476) bedienen, um eine Gold- und Kupferentdeckung zu tätigen. Was den Aktionären einen Kursanstieg von 0,65 Dollar 2011 auf in der Spitze 7,50 Dollar pro Aktie im März 2014 bescherte.

Nach Ansicht von Sprotts Sebastian sind viele der kleinen Explorer, die dieses Modell verfolgen unterbewertet. Denn in der Regel wurde in der Vergangenheit eine traditionelle Explorationsgesellschaft nicht sehr weit unter dem Wert ihrer liquiden Mittel bewertet. Viele der Explorer aber, die sich des Gelds der Großen bedienen, werden wesentlich niedriger bewertet als die Summe, die ihre Partner für die Exploration zusagen.

Und genau darin besteht die Chance für die Anleger, so Sebastian. Denn die Möglichkeit, das Explorationskapital des Majors mit einem erheblichen Abschlag zu erwerben, erscheint dem Experten sehr attraktiv. Und die Anleger erhalten zudem die Gewissheit, dass dem Minenkonzern das Projekt des Explorers eine Investition wert ist.

Ein Unternehmen, das genau in diese Kategorie fällt – und zudem bereits eine Ressource von 1,5 Mio. Unzen Gold nachgewiesen hat – ist die hauptsächlich in Burkina Faso tätige Sarama Resources (WKN A1JPHS), die bislang – unserer Ansicht nach zu Unrecht – vom Markt übersehen wurde. In diesem Fall erschien dem Minenriesen Acacia Mining (WKN A1CTRD), der ehemaligen African Barrick Gold, das South Houndé-Projekt des Unternehmens so aussichtsreich, dass man zustimmte, bis zu 15 Mio. USD an Explorationskapital für dessen Erkundung zur Verfügung zu stellen!

Wir haben bereits verschiedentlich über die Details dieses Deals berichtet und zuletzt auch ein aufschlussreiches Interview mit CEO Andrew Dinning dazu führen können und sind der Ansicht, dass sich hier exakt so eine Chance bietet, wie der Experte von Sprott sie beschrieben hat. Denn beim aktuellen Kurs von 7 kanadischen Cent pro Aktie, wird Sarama – trotz Ressource! – an der Börse gerade einmal mit 6,1 Mio. CAD (unverwässert) bewertet. Während Acacia wie gesagt 15 Mio. USD nur für dieses eine Projekt des Unternehmens bereitstellt…

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