Fingerzeig für den Westen?: Gold – Russland kehrt im großen Stil auf die Käuferseite zurück

Goldbarren; Foto: Newcrest Mining

Goldbarren; Foto: Newcrest Mining

Russland hat bekannt gegeben, dass die Goldreserven des Landes im März um 1 Mio. Unzen aufgestockt wurden. Das Land ist damit im großen Stil auf die Goldkäuferseite zurückgekehrt.

Laut einer Mitteilung der russischen Zentralbank sind die Goldreserven des Landes im März um 31,1 Tonnen oder eben 1 Mio. Unzen auf 39,8 Mio. Unzen oder 1.237,9 Tonnen des gelben Metalls gestiegen, nachdem Russland im Januar und Februar zunächst keine Goldkäufe getätigt hatte. Es hatte daraufhin Spekulationen gegeben, dass Russland auf Grund wirtschaftlicher Probleme, insbesondere wegen des niedrigen Ölpreises und der Sanktionen des Westens, von Goldkäufen abgesehen hatte.

Allerdings ist die Zurückhaltung Russlands in den ersten Monaten des Jahres keine neue Erscheinung. Der Anstieg diesen März, der höchste Goldreservenzuwachs in Russland seit September 2014 als die Zentralbank des Landes 1,2 Mio. Unzen erwarb, ist allerdings schon eine Überraschung. Er könnte darauf hindeuten, dass die russische Zentralbank wieder im großen Stil bei Gold zugreifen will.

Es könnte auch sein, dass Russland dem Westen auf diesem Weg zeigen möchte, dass die Wirtschaftssanktionen keinen oder nur einen geringen Effekt auf die einheimische Wirtschaft haben. Vielleicht hofft man mit einer solchen „Demonstration der Stärke“ auch einige der europäischen Länder zu beeinflussen, die ohnehin schon nach einer Lockerung der Sanktionen rufen, da diese sie möglicherweise härter treffen als Russland.

Dass die russische Wirtschaft widerstandsfähiger sein dürfte, als der Westen dachte, darauf deutet auch die starke Erholung des russischen Rubels hin, der sich von seinem Tief gegenüber dem US-Dollar von Februar bereits wieder um 24% entfernt hat. Allerdings hat die russische Währung gegenüber dem Greenback im Vergleich zum Niveau von Mitte 2014 immer noch mehr als 30% verloren. Was aber auch mit der Stärke des Dollars – auch gegenüber anderen Währungen – zu tun hat.

Auf jeden Fall scheinen die Neuigkeiten von den russischen Goldreserven die Prognose des World Gold Council (WGC) zu bestätigen, dass die Goldreserven der Notenbanken insgesamt dieses Jahr erneut deutlich steigen werden. Zudem gibt es Spekulationen von Bloomberg, dass China in den kommenden Monaten einen Anstieg seiner Goldreserven um 2.500 Tonnen oder mehr bestätigen wird…

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