Wichtiger Meilenstein erreicht: Montan Mining steigt zum Goldproduzenten auf

Zukünftige Verarbeitungsanlage von Montan Mining; Foto: Montan Mining

Zukünftige Verarbeitungsanlage von Montan Mining; Foto: Montan Mining

Nun ist es soweit: Die kanadische Montan Mining (WKN A14P4P / TSXv MNY) übernimmt wie angekündigt die bereits produzierende Golderzverarbeitungsanlage Mollehuaca in Peru von der privaten Goldsmith Resources – eine endgültige Vereinbarung über den Deal wurde mit Wirkung zum 9. Juni unterzeichnet.

Damit steigt Montan ab sofort zum Betreiber der Mollehuaca-Anlage auf und ist nun für alle Kosten verantwortlich, erhält aber auch alle Einnahmen – Executive Chairman Luis Zapata erwartet „zeitnah einen positiven Cashflow“ – aus dem Betrieb der Anlage, die derzeit eine Kapazität von 30 Tonnen Erz pro Tag aufweist. Damit diese schnellstmöglich erhöht werden kann – die Anlage soll zunächst auf eine geplante Kapazität von 150 Tonnen pro Tag gebracht werden – hat Montan zudem Marquest Capital Markets damit beauftragt, eine Privatplatzierung zu arrangieren, mit der ein Erlös von bis zu 3 Mio. CAD generiert werden soll.

Mollehuaca wurde erst vor kurzem erweitert und verfügt über einen Carbon-in-Pulp-Kreislauf (CIP) mit 150 Tonnen Tageskapazität sowie einen Flotationskreislauf. Was bedeutet, dass Montan auf der Anlage im Gegensatz zur Konkurrenz in der Region in einem gewissen Ausmaß auch Mischmetallerze verarbeiten kann. Sie ist günstig gelegen in der Region Arequipa, in der die meisten Kleingoldbergbaubetriebe Perus beheimatet sind. Montan will zudem die Genehmigung einholen, um die derzeit genehmigte Anlagenkapazität von 180 t/Tag kontinuierlich auf bis zu 350 t/Tag zu steigern.

Zur Übernahmemasse gehören auch die Eladium-Mine und die Liegenschaft Saulito, beide im metallogenen Gürtel Nazca-Ocona und nicht weit von Mollehuaca entfernt. Die Vererzung auf beiden Projekten stammt aus einem System aus Quarz-Sulfid-Erzgängen, die neben einem hohen Goldgehalt auch Silber- und Kupferanteile aufweisen. Eladium ist derzeit für die Verarbeitung von 10 – 25 Tonnen hochgradigen Golderzes pro Tag ausgelegt (der Produktionsgehalt betrug in der Vergangenheit 15 – 30 g/t Au). Montan prüft derzeit, wie man auf Eladium und Saulito am besten verfahren kann.

Insgesamt zahlt Montan Mining für diese drei Assets 3,3 Mio. USD und übernimmt Altschulden in Höhe von 275.000 USD. Goldsmith hingegen hat bisher mehr als 4 Mio. USD in Genehmigung, Bau, Betrieb und Ausbau der Anlage sowie die Erschließung der Konzessionsgebiete gesteckt.

Unserer Ansicht nach erreicht Montan mit der nun vollzogenen Einigung einen wichtigen Meilenstein. Dem Unternehmen ist der Einstieg in die Golderzverarbeitung in einem Tempo gelungen, das nicht einmal Konkurrenten wie Inca One Gold (WKN A12B3Q) (Chala-Anlage wird derzeit auf 100 Tonnen pro Tag erweitert) oder Dynacor Gold Mines (Huanca-Anlage wird derzeit auf 300 Tonnen pro Tag erweitert) vorweisen können. Natürlich liegt die Verarbeitungsrate auf Mollehuaca noch auf vergleichsweise geringem Niveau, doch nimmt Montan ja bereits Kapital auf, um das schnellstmöglich zu ändern. Spätestens dann sollte sich die Bewertungslücke zwischen Montan (Marktkapitalisierung ca. 4 Mio. Dollar) und Inca One (Marktkapitalisierung ca. 14,3 Mio. Dollar + 8 Mio. Dollar an Verbindlichkeiten) deutlich verringern, wenn nicht sogar schließen.

All das setzt natürlich voraus, dass Montan mit seinen Plänen Erfolg hat, d.h. die Anlage wie gedacht performt, die Finanzierung erfolgreich ist usw. usw. Mit anderen Worten: dem zweifellos großen Potenzial stehen auch erheblich Risiken gegenüber, die jedem potenziellen Anleger bewusst sein sollten.

 

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