Nach Quartalszahlen: UBS bewertet Barrick Gold weiter mit „neutral“

Kupfermine

Die Kupfermine-Zaldivar von Barrick Gold, Foto: Barrick Gold

Die Analysten der UBS bewerten die aktuellen Zahlen und Neuigkeiten von Barrick Gold (WKN 870450), dem nach Ausstoß größten Goldproduzenten der Welt, nur „neutral“. Sie sehen das Kursziel für die Aktie bei 11,50 Dollar.

Wie die Experten erklären, erzielte Barrick im zweiten Quartal einen Gewinn von 5 Cent je Aktie und traf damit die Erwartungen der Analystengemeinde. Die UBS selbst hatte allerdings mit 6 Cent pro Aktie gerechnet. Auch die Quartalsproduktion von 1,45 Mio. Unzen erfüllte die Prognosen, während die so genannten all-in sustaining costs (AISC) mit 895 USD pro Unze niedriger ausfielen als erwartet und um 5% unter dem Wert des ersten Quartals lagen, hieß es weiter. Die Ergebnisse hätten von den höheren Gehalten sowohl auf der Cortez- als auch auf der Goldstrike-Mine sowie niedrigeren Instandhaltungsausgaben insbesondere auf der Lagunas Norte-Mine profitiert, so die Schweizer Bank. Die Kupferproduktion des zweiten Quartals lag zudem mit 115 Mio. Pfund leicht unter dem Ergebnis aus den ersten drei Monaten 2015 (118 Mio. Pfund).

Wie die UBS weiter ausführt, hat Barrick Gold die Produktionsprognose für 2015 auf 6,1 bis 6,4 Mio. Unzen Gold gesenkt, was die angekündigten Asset-Verkäufe widerspiegle. Gleichzeitig habe der Konzern die Prognose für die AISC von 860 bis 895 auf 840 bis 880 USD pro Unze gesenkt, was vor allem aus den reduzierten Aufwendungen für Instandhaltungen resultiere. Demzufolge dürften 55% der Produktion ins zweite Halbjahr fallen und die AISC dann rund 10% niedriger ausfallen als in den ersten sechs Monaten. Am niedrigsten sollten die Kosten der Bank zufolge im vierten Quartal liegen. Barrick prognostiziere nun Gesamtinvestitionskosten von 1,6 bis 1,9 Mrd. Dollar nach zuvor 1,8 bis 2,1 Mrd. Dollar. Die Explorationsausgaben seien auf 180 bis 220 Mio. Dollar zusammengestrichen worden, wobei der Konzern 2015 bislang bereits 183 Mio. Dollar für die Exploration ausgegeben habe. Zwar ziele Barrick auf eine weitere Senkung der allgemeinen und administrativen Kosten sowie der Investitionskosten ab, habe aber angesichts des schwachen Goldpreises die Quartalsdividende um 60% auf 2 Cent je Aktie gesenkt, so die UBS.

Die Analysten gehen zudem darauf ein, dass Royal Gold (WKN 885652) und Barrick eine Streaming-Vereinbarung abgeschlossen haben, die vorsehe, dass Royal Gold Barrick eine Vorabzahlung von 610 Mio. Dollar leiste und dafür zunächst 7,5% der Gold- und 75% der Silberproduktion der Pueblo Viejo-Mine erhalte. Royal Gold werde zudem fortlaufende Zahlungen an Barrick leisten, die zunächst bei 30% des Spotpreises liegen sollen. Die UBS betrachtet diese Vereinbarung als positiv für Barrick, da das Unternehmen so signifikante Werte von einem wichtigen Asset realisiere. Zusammen mit 250 Mio. Dollar an Kreditrückzahlungen im zweiten Quartal sowie den bislang gemeldeten Asset-Verkäufen bringe der Stream Barricks Bemühungen zur Senkung der Schulden des Konzerns auf 2,7 Mrd. Dollar oder 90% des für 2015 angestrebten Ziels. Um dieses Ziel endgültig zu erreichen, habe Barrick, so die Analysten weiter, offiziell den Verkaufsprozess für einige seiner nicht zum Kernportfolio gehöhrenden Assets in den USA – wie Bald Mountain und Round Mountain (50%) – angestoßen. Das betrachtet die Bank als angesichts des niedrigen Goldpreises als angebracht.

Insgesamt bleibt die UBS bei ihrem Rating „neutral“ für die Barrick-Aktie. Das Kursziel sehen die Analysten bei 11,50 Dollar.

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