Faustpfand im Übernahmestreit?: K+S schließt Abnahmeabkommen über Legacy-Produktion ab

Schauffellader im Grubeneinsatz; Foto: K+S AG

Schauffellader im Grubeneinsatz; Foto: K+S AG

Der deutsche Düngemittelproduzent K+S AG (KSAG88) hat eine Abnahmevereinbarung mit einem US-Distributor über rund 25% der erwarteten Produktion seiner Kalimine Legacy im kanadischen Saskatchewan abgeschlossen. Wie aus dem Unternehmen verlautete, bestehe enormes Interesse an Kali von der Legacy-Mine sowohl bei Bestands- als auch bei neuen Kunden.

Das Abkommen gibt der in Kansas ansässigen Koch Fertilizers das Recht an 453.000 Tonnen Legacy-Ausstoß pro Jahr. Die Mine soll den Planungen zufolge ab Ende 2017 rund 2 Mio. Tonnen Kali pro Jahr fördern.

Der Deal mit Koch fällt in die laufenden Übernahmeversuche der kanadischen Potash Corp. of Saskatchewan (WKN 878149), deren Angebot der Konzern aus Kassel aber als zu niedrig ablehnt – vor allem, da man bei K+S der Ansicht ist, dass Potash Corp. die Legacy-Mine zu niedrig bewertet.

K+S, mittlerweile hat man bereits zwei Offerten der Kanadier zurückgewiesen, hat 2 Mrd. Euro in das Legacy-Projekt, das im Süden von Saskatchewan liegt, investiert. Die Entwicklung der ersten, von Grund auf neu errichteten Kalimine seit 40 Jahren soll Mitte 2016 beginnen.

Vergangene Woche hatte K+S erklärt, dass man prinzipiell für einen Deal mit Potash Corp. offen sei, allerdings nur, wenn die Nummer Zwei auf dem globalen Kalimarkt ihr Angebot nachbessere.

Sollte die Akquisition doch noch zustande kommen, würden die Kanadier zumindest einen Teil ihrer historischen Dominanz über den Düngemittelmarkt zurück erlangen, da ein fusioniertes Unternehmen rund 30% der weltweiten Kaliproduktion kontrollieren würde.

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