Harte Zeiten: Südafrika – Immer mehr Goldminen arbeiten mit Verlust

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Afrikanische Goldmine von AngloGold Ashanti; Foto: AngloGold Ashanti

Die Bergbauunternehmen Südafrikas, insbesondere im Gold- und Platinsektor, sehen sich einer gefährlichen Mischung aus sinkenden Metallpreisen, immer wieder aufflammenden Streiks und den steigenden Kosten der immer schwierigeren, in größere Tiefen vordingenden Exploration und Produktion gegenüber.

Die Branche, in der Vergangenheit das Herz der südafrikanischen Wirtschaft, hat große Probleme und nach Daten des Nachrichtendienstes Bloomberg, schreiben mindestens vier der größten Minen des Landes rote Zahlen.

Srinivasan Venkatakrishnan, CEO des größten Goldproduzenten des Landes AngloGold Ashanti (WKN 164180), sprach gegenüber Bloomberg von starkem Druck auf die Margen der Unternehmen. Werde jetzt nichts unternommen, erklärte er, werde sich der Abwärtstrend der Branche zweifelsohne fortsetzen.

AngloGold Ashanti, der drittgrößte Goldproduzent der Welt, hatte im August einen Nettoverlust von 142 Mio. Dollar für die drei Monate bis Ende Juni gemeldet. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch bei 80 Mio. Dollar gelegen.

Harmony Gold (WKN 851267) ging es mit einem Nettoverlust von 352 Dollar im Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, nicht viel besser. Und Gold Fields (WKN 856777), der siebtgrößte Goldproduzent der Welt, meldete für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang von 40% gegenüber dem Vorjahr.

Experten glauben, dass die Probleme der südafrikanischen Goldproduzenten dieses Mal tiefer reichen und nicht nur auf die üblichen Zyklen des Bergbaugeschäfts zurückzuführen sind. Das Land, das einige der ältesten und tiefsten Minen der Welt beherbergt, müsse hohe Investitionen in neue Technologien vornehmen, um die Personalkosten zu senken, die Effizienz der Goldausbringung zu verbessern und um in der Lage zu sein, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr zu arbeiten, hieß es. Derzeit, das zeigen Daten des südafrikanischen Bergbauministeriums, sind die Minen des Landes rund zwei Dritte des Tages und 275 Tage pro Jahr in Betrieb.

Doch selbst die einzige vollständig mechanisierte Goldmine Südafrikas, South Deep von Gold Fields, arbeitet derzeit nicht mit Gewinn und das Unternehmen erklärte, dass man erste Ende 2016 damit rechne, dort rentabel zu werden.

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