Analystenmeinung: Perseus Mining – Niedrige Kosten wiegen schwache Produktionszahlen auf

Goldprojekt der Perseus Mining

Gold-Projekt der Perseus Mining; Foto: Perseus Mining

Die Analysten der UBS haben die vom Goldproduzenten Perseus Mining (WKN A0B7MN) zum dritten Quartal vorgelegten Produktionszahlen unter die Lupe genommen. Ihre Zusammenfassung: Das Quartal fiel schwächer aus als erwartet, doch lagen auch die Kosten niedriger als prognostiziert.

Nach Ansicht der UBS hat Perseus ein schwaches Quartal hinter sich. Die Goldproduktion des Unternehmens habe mit 44.300 Unzen um 15% unter der Schätzung der Bank gelegen. Die Analysten hatten ohnehin mit einem schwächeren Quartal gerechnet, da bei der Verarbeitung Haldenmaterial mit niedrigen Gehalten verwendet wurde, während der Abbau sich darauf konzentrierte, die zukünftigen Gruben vorzubereiten.

Allerdings sei auch der Mühlendurchsatz niedriger ausgefallen als die UBS erwartet hatte, was besonders zu dem schwachen Ergebnis beigetragen habe. Dennoch, so die Experten weiter, hätten die Gesamtkosten auf der Mine („All-in site cost“) mit 1.081 USD pro Unze unter ihrer Schätzung von 1,121 USD pro Unze gelegen. Die Verarbeitungskosten pro Einheit seien um 15% auf 9,1 USD / Tonnen gefallen, was zu einem Rückgang der Verarbeitungskosten im Quartal von 2 auf 15,6 Mio. USD geführt habe. Entsprechend, so die UBS weiter, seien die Barbestände von Perseus trotz der schwachen Produktionsergebnisse um 4,5 auf 132 Mio. USD gestiegen.

Nun müsse Perseus bei der Produktion aufholen, so die UBS weiter, da man das Produktionsziel von 90.000 bis 100.000 Unzen für das Dezember-Halbjahr bestätigt habe. Damit werde ein Ausstoß von mindestens 45.700 Unzen Gold benötigt, um das untere Ende der Prognosespanne zu erreichen.

Die Prognose für die Gesamtkosten („All-in cost“) von 1.150 bis 1.300 USD pro Unze halten die UBS-Analysten für etwas konservativ, da die Verarbeitungskosten ja gefallen seien und das Management angedeutet habe, dass die Infrastrukturarbeiten bislang unter Budget laufen würden. Angesichts der Investitionskosten von nur 76 USD pro Unze bzw. 3,3 Mio. USD für das abgelaufene Quartal, erwarten die Analysten aber einen Anstieg der Kosten im Dezemberquartal.

Obwohl Perseus bei der Produktion noch aufholen müsse, sind die Analysten nicht beunruhigt, da die niedriger als erwartet ausgefallen Kosten sie beeindruckten. Denn eigentlich hatte die UBS im Dezemberhalbjahr netto mit einem Cash-Abfluss gerechnet. Darüber hinaus, so die Bank, habe Perseus angedeutet, dass man möglicherweise nicht die gesamten 80 Mio. USD an Krediten aufnehmen müsse, um das 106 Mio. USD teure Sissingué-Projekt zu finanzieren. Nach Ansicht der UBS wäre es weise, eine Fazilität zu behalten, die Aussage unterstreiche aber das Vertrauen des Managements in die mittelfristigen Cashflows.

Die UBS hält so an ihrem Rating „kaufen“ für Perseus fest, vor allem aus Bewertungsgründen. Die Experten glauben, dass Perseus in den vergangenen zwei Jahren ein umsichtiges Bilanzmanagement gezeigt habe und Sissingué angesichts der attraktiven Wirtschaftlichkeit weiter vorantreibe. Dies sei zwar alles positiv, doch höhere Gesamtkosten auf Edikan in den kommenden anderthalb Jahren, negative Äußerungen zu Westafrika und nur begrenzte Währungsvorteile im Vergleich zu den in Australien tätigen Produzenten könnten nach Ansicht der Analysten die Stimmung der Anleger weiter belasten.

Die UBS belässt ihre Bewertung von Perseus bei 0,93 AUD und das Kursziel bei 0,74 AUD.

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