Nettoverschuldung gesenkt, aber: Kinross Gold – Verlust im dritten Quartal ausgeweitet

Tagebau-Goldförderung auf der Fort-Knox-Mine; Foto: Kinross Gold

Tagebau-Goldförderung auf der Fort-Knox-Mine; Foto: Kinross Gold

Der kanadische Goldproduzent Kinross Gold (WKN A0DM94) hat im dritten Quartal seinen Verlust ausgeweitet. Vor allem die niedrigen Metallpreise und die gestiegenen Kosten führten zu dieser Entwicklung.

Das Unternehmen, das Minen und Projekte in den USA, Brasilien, Russland, Mauretanien, Ghana und Chile besitzt, meldete einen Nettoverlust von 52,7 Mio. Dollar oder 5 Cent pro Aktie nach einem Minus von nur 4,3 Mio. Dollar oder 0 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Verlust war vor allem auf die gesunkene Margen angesichts des niedrigeren Goldpreises zurückzuführen, hieß es aus dem Unternehmen.

Bereinigt um die einmaligen Bilanzposten erzielte Kinross einen Verlust von 23,9 Mio. Dollar oder 2 Cent je Aktie gegenüber einem bereinigten Nettogewinn von 70,1 Mio. Dollar oder 5 Cent pro Aktie im gleichen Zeitraum 2014. Der Umsatz ging um 14% auf 809,4 Dollar zurück, da der durchschnittlich realisierte Goldpreis um 12% von 1.268 auf 1.122 USD pro Unze fiel und die Zahl der verkauften Goldäquivalentunzen ebenfalls sank.

Kinross wies eine anrechenbare Marge pro verkaufter Unze von 454 Dollar aus, während im Vorjahr noch 570 Dollar pro Unze erzielt wurden. Die Produktion des Quartals lag bei 680.679 Unzen Goldäquivalent, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Das war vor allem auf den niedrigeren Ausstoß der Maricunga-Mine in Chile zurückzuführen, wo die Produktion durch heftige Regenfälle beeinträchtig wurde, und auf den erwarteten Rückgang der Goldgehalte auf den Minen Chirano und Kettle River. Zum Teil wurde dies durch einen höheren Ausstoß auf der Fort Knox-Mine in Alaska und den Kupol-Dvoinoye-Minen in Russland sowie Round Mountain in Nevada ausgeglichen.

Kinross gab die so genannten all-in sustaining costs (AISC) pro verkaufter Unze Goldäquivalent für das dritte Quartal 2015 mit 941 USD pro Unze an, während diese im Vorjahr noch bei nur 919 USD gelegen hatten. Das führte das Unternehmen auf gestiegene Investitionsaufwendungen und die geringere Menge an verkauften Goldäquivalentunzen zurück. Zum Teil sei dies aber, so Kinross weiter, durch niedrigere Energiekosten und günstige Wechselkursverhältnisse ausgeglichen worden.

Zum 30. September verfügte Kinross über liquide Mittel von 1,02 Mrd. Dollar, was einen Anstieg von 41,3 Mio. Dollar seit dem 31. Dezember 2014 bedeutet. Zudem verfügt das Unternehmen über in Anspruch zu nehmende Kredite in Höhe von 1,51 Mrd. Dollar. Während des Quartals zahlte Kinross die verbleibenden 50 Mio. Dollar eines Kredits für die Kupol-Mine zurück und wies am Ende des Quartals so eine Nettoverschuldung von 949,2 Mio. Dollar aus, was einen Rückgang von 11 Mio. Dollar im Verlauf des Quartals und von 84,1 Mio. Dollar seit Ende des vergangenen Jahres bedeutet.

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