Steigende Rentabilität geplant: Newmont erwartet für die nächsten fünf Jahre Produktionskosten unter 1.000 USD je Unze

LKW transportiert Material auf der Twin-Creek-Tagebaumine von Newmont Mining

LKW transportiert Material auf Mine von Newmont Mining; Foto: Newmont Mining

Der US-amerikanische Goldproduzent Newmont Mining (WKN 853823) geht davon aus, in den kommenden fünf Jahren eine rentable Produktion von 4,5 bis 5 Mio. Unzen Gold zu erzielen. Die so genannten „all-in sustaining costs“ (AISC) sollen dabei unter 1.000 USD pro Unze liegen.

In einem langfristigen Ausblick erklärte der Konzern, dass die AISC von 900 bis 950 USD pro Unze 2016 auf 850 bis 900 USD je Unze im Jahr 2017 fallen sollen. Zudem, erklärte CEO Gary Goldberg, werde mit der Fertigstellung der Minen Merian und Long Canyon sowie der Expansionsarbeiten auf Cripple Creek & Victor und Tanami die Produktion von Unzen mit hohen Margen steigen.

Gleichzeitig, so Goldberg weiter, werde man die nächsten Projekte der Pipeline voranbringen, darunter die Expansion des Betriebs auf Carlin und Ahafo, um die Rentabilität weiter zu steigern.

Bis 2017, so Newmont weiter, erwarte man einen Anstieg der anrechenbaren Produktion auf 5,2 bis 5,7 Mio. Unzen Gold. Im laufenden Jahr soll dieser Wert dem Unternehmen zufolge bei 4,7 bis 5,1 Mio. Unzen Gold liegen zu AISC von 880 bis 940 je Unze.

Gleichzeitig rechnet der Konzern mit einer anrechenbaren Kupferproduktion zwischen 120.000 und 160.000 Tonnen im kommenden Jahr und auch 2017, bevor sie 2018 auf 70.000 bis 110.000 Unzen sinken soll. Der Rückgang sei auf die Ausbeutung der hochgradigen Vorkommen auf der Batu Hijau-Mine in Indonesien zurückzuführen hieß es.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Steigende Rentabilität geplant: Newmont erwartet für die nächsten fünf Jahre Produktionskosten unter 1.000 USD je Unze

  1. Sandro Valecchi

    Das von Gary Goldberg (CEO)Newmont Mining (Sitz Denver) gut aufgestellte Unternehmen rangiert mithin auf Rang 2 der global größten Gold-Abbau-Betriebe und gilt in Analystenkreisen auch somit auch international im Mining-Business als gut aufgestellt.

    Newmont Mining fördert jährlich etwa 5 Mio. Unzen (141.000 kg) Gold und hält Reserven von über 90 Millionen Unzen (2.800.000 kg) Gold. Allerdings arbeitet Newmont Mining erst seit 1994 mit der Newmont Gold Company zusammen, wodurch das Unternehmen seine Firmeninteressen in der Goldproduktion konzentrierte.

    Über 70 % der Produktion des Unternehmens kommen aus Nord- und Südamerika. Newmont Mining ist zugleich das führende Goldbergbauunternehmen auf dem australischen Kontinent. Und deshalb sollte bei einer Analyse von Newmont Mining nicht nur die Rentabilitätsprüfung im Fokus stehen: Der Gewinn- und Verlustplan (auch Rentabilitätsplan genannt) beschreibt im Groben die Zukunft des Unternehmens in Zahlen – für ein Jahr, für drei Jahre oder für fünf Jahre – zunächst aufgeteilt nach Monaten, später nach Quartalen und schließlich nach Halbjahren.

    Rentabilität ist der Oberbegriff für mehrere betriebswirtschaftliche Kennzahlen, die der Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs eines Unternehmens dienen. Rentabilität ist somit von weiteren Variablen abhängig. Ein wichtiger Aspekt kommt der Gesamtkapitalrentabilität zu.

    Die Gesamtkapitalrentabilität (kurz: GKR, auch: Gesamtkapitalrendite, Kapitalrentabilität, Kapitalrendite, Unternehmensrentabilität, Unternehmensrendite, Return on Assets, RoA) gibt an, wie effizient der Kapitaleinsatz eines Investitionsvorhabens innerhalb einer Abrechnungsperiode war. Durch den Einsatz dieser Kennzahl lassen sich die Nachteile der Eigenkapitalrentabilität, und somit die des Leverage-Effekts, umgehen.

    Dies nützt letztlich für eine gute Analyse herzlich wenig, wenn die globale Risiken nicht benannt oder verkannt werden: Die Berichte „Global Risks“ des World Economic Forums verdeutlichen die Anfälligkeit der globalen Welt gegenüber weiteren Wirtschaftsturbulenzen und sozialen Verwerfungen. Allein dieser Report beschreibt 50 globale Risiken und gruppiert sie in die Kategorien Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft, Geopolitik und Technologie (inkl. sog. Risikolandkarten).

    Für Bergbauunternehmen wie Newmont Mining bedeutet dies explizit:

    Goldbergwerk Peru: Proteste gegen die Umweltzerstörung und soziale Verwerfungen;

    Kupferbergwerk Ecuador: Proteste und soziale Verwerfungen;

    Ghana (Ahafo und Akyem): im Rahmen des Ahafo-Projektes wurden 1.700 Haushalte umgesiedelt;

    Neuseeland und Indonesien: Proteste und Aktivitäten der jeweiligen Regierungen;

    Usbekistan: Joint Venture mit der Regierung von Usbekistan ist gescheitert.

    Aufgrund von Demonstrationen gegen Newmont-Gruben in Ghana und Peru initiierte der Christian Brothers Investment Services Inc. (CBIS) in Zusammenarbeit mit zehn anderen christlichen Investoren im April 2007 einen Aktionärsbeschluss, in dem die Unternehmensleitung zu mehr Engagement für die vom Abbau betroffenen Gemeinden, zur Verbesserung der Community Relations und zur Berichterstattung über deren Entwicklung, die mit dem Abbau verbundenen Umweltrisiken, die Unternehmenspolitik gegenüber den lokalen Bergbaukritikern und zu etablierende Konfliktlösungsmechanismen aufforderte. Nach Kritik in den letzten Jahren konstatierten die Christian Brothers im Jahr 2013 Fortschritte bei der Umsetzung des Abkommens, aber an vielen Standorten bleibt die Politik von Newmont umstritten.

    Das wird Value-Investoren nicht unbedingt erfreuen.
    Sandro Valecchi, Business Analyst & Markets

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