Drastische Maßnahmen: Rohstoffriese Anglo American streicht 85.000 Jobs

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Goldbarren Foto: VisualMedia

Anglo American (WKN A0MUKL) hat heute weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen vorgestellt, mit denen man dem Einbruch der Rohstoffpreise begegnen will. Dazu gehört, dass der angloaustralische Konzern rund die Hälfte seiner Mitarbeiter entlässt.

Zu den Schritten, die Anglo American ankündigte, gehören auch der Verkauf von Assets, umfassende Kostensenkungen und die Aussetzung der Dividendenzahlung. Das stellt eine der drastischsten Restrukturierungen dar, die ein großer Rohstoffkonzern je unternommen hat. Die Rohstoffpreise leiden vor allem unter dem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum Chinas. Die Volksrepublik ist der größte Rohstoffkonsument der Welt.

Anglo, die nach Marktkapitalisierung fünftgrößte Minengesellschaft der Welt, erklärte, man werde das Asset-Portfolio um 60% reduzieren, um sich auf eine kleinere Menge von Projekten konzentrieren zu können, die in der Lage sein sollten, auch auf dem Tiefpunkt des Rohstoffpreiszyklus noch Cashflow zu generieren. Nach Abschluss der Verkäufe und der Schließung nicht rentabler Betriebe werde man dann noch über 50.000 Mitarbeiter verfügen – statt wie bislang 135.000. Im Juli hatte der Konzern noch davon gesprochen, seine Mitarbeiterzahl um 53.000 zu reduzieren.

Die Stellenstreichungen würden sich über mehrere Jahre hinziehen, hieß es, und Anglo geht davon aus, dass man 2017 noch 92.000 Mitarbeiter haben wird. Wann genau die Mitarbeiterzahl auf 50.000 reduziert sein soll, teilte der Konzern nicht mit.

Anglo gab zudem bekannt, dass das Unternehmen in drei statt wie vorher sechs Sparten aufgeteilt und man Assets im Wert von 4 statt wie bislang geplant 3 Mrd. Dollar abstoßen werde. Dazu gehören auch die Phosphate- und die Niobsparte.

Zudem werden die Dividendenzahlungen für die zweite Hälfte dieses Jahres und das nächste ausgesetzt und die Investitionsaufwendungen erheblich gekürzt, um so die Bilanz zu stärken. Der Konzern erklärte zudem, er rechne damit, Abschreibungen in Höhe von 3,7 bis 4,7 Mrd. Dollar vornehmen zu müssen. Vor allem auf Grund der gesunkenen Preise und von Betriebsschließungen.

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