Refinanzierung endgültig in trockenen Tüchern: Tiger Resources – Produktionsausweitung auf 32.500 Tonnen Kupfer beschlossen

Tiger Resources - Kipoi-Anlagen; Foto: Tiger Resources

Tiger Resources – Kipoi-Anlagen; Foto: Tiger Resources

Sehr interessante Neuigkeiten gibt es heute von dem australischen Kupferproduzenten Tiger Resources (WKN A0CAJF / ASX TGS). Das Unternehmen gibt zum einen bekannt, dass die Umschuldung durch einen Kredit in Höhe von 162,5 Mio. USD mit dem Taurus Mining Finance Fund und der International Finance Corporation endgültig in trockenen Tüchern ist und zum anderen, dass man sich entschlossen hat, die Produktionskapazität auf der Kipoi-Mine tatsächlich auf 32.500 Tonnen Kupferkathoden pro Jahr zu steigern –und zwar bis November 2016.

Dafür sind Kosten von rund 25 Mio. USD veranschlagt, die Tiger wie nun bekannt wurde, über eine Platzierung in Höhe von ca. 6 Mio. USD an den globalen privaten Bergbauaktienfonds Resource Capital Fund sowie eine Eigenkapitalerhöhung von bis zu 19 Mio. USD finanzieren will. RCF und IFC haben bereits verbindlich zugesagt, 15 Mio. USD davon zu übernehmen.

Insgesamt besteht die Eigenfinanzierung zum einen aus der Platzierung von ca. 125 Mio. Aktien bei RCF, die zu 0,0665 AUD je Aktie erfolgt. Das ist ein Aufschlag von 16,7% im Vergleich zum Schlusskurs der Tiger-Aktie am 15. Dezember. (Aktuell ist sie vom Handel ausgesetzt.) Hinzu kommt ein beschleunigtes nicht aufkündbares Zeichnungsangebot für 4 gegen 9 Aktien an berechtigte Aktionäre – institutionelle und Einzelaktionäre – zu 0,047 AUD pro Aktie zur Beschaffung von ca. 19 Mio. USD.

Mit der Entscheidung zur Kapazitätserweiterung sind die Weichen für das weitere Wachstum – wenn auch auf Kosten einer weiteren, deutlichen Verwässerung – gestellt. Denn derzeit arbeitet die Anlage auf der Kipoi-Mine mit einer Nennkapazität von „nur“ 25.000 Tonnen Kupferkathoden pro Jahr. Allerdings hatte Tiger diese in den letzten Quartalen bereits regelmäßig übertroffen, auch wenn man für das Gesamtjahr offiziell immer noch von einem Ausstoß von 25.000 bis 26.000 Tonnen Kupferkathoden ausgeht.

Wie es aussieht, könnte es Tiger zudem gelingen, die Kosten der Produktion weiter zu senken. Denn das Unternehmen erwartet, dass der Anteil der Stromversorgung aus dem Stromnetz auf 60% steigen wird, nachdem diese im Oktober und November bei jeweils 65% lag. Zudem werden durch ein Energiesparprojekt weitere Einsparungen erzielt. Darüber hinaus ist der Dieselverbrauch gesunken und der Säureverbrauch wurde reduziert, während gleichzeitig der Säurepreis zurückging.

Derzeit überarbeitet Tiger Umweltgutachten und Verwaltungspläne, nachdem ein modifizierter Minen- und Abbauzeitplan für Kipoi für die Wiederaufnahme des Abbaubetriebs im dritten Quartal 2016 ausgearbeitet wurde. Diese werden mit den detaillierten Aufwendungszeitplänen für die Steigerung der Produktionskapazität in Einklang gebracht.

Insgesamt betrachten wir es als sehr positiv, dass nun endgültige Klarheit in Bezug auf die Refinanzierung von Tigers Verbindlichkeiten herrscht. Und dass die IFC beschlossen hat, sich ebenfalls an Tiger zu beteiligen, ist unserer Ansicht nach auch sehr erfreulich. Ein Wermutstropfen ist die weitere Verwässerung durch die Ausgabe neuer Aktien, doch verspricht das Kapazitätserweiterungsprojekt, wie eine von Tiger erstellte Studie zeigte, eine gute Rendite.

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