Aussichtsreiche Strategie: MGX Minerals steigt in den Lithiummarkt ein

Bohrungen auf dem Driftwood Creek-Projekt; Foto: MGX Minerals

Bohrungen auf einem Projekt von MGX Minerals; Foto: MGX Minerals

Bislang hatte sich die kanadische MGX Minerals (WKN A12E3P) auf die Entwicklung ihres Magnesiumprojekts Driftwood Creek konzentriert und dabei auch bereits erhebliche Fortschritte gemacht. Doch nun bot sich dem Unternehmen die Chance, zusätzlich in einen Markt einzusteigen, der im Gegensatz zu den meisten anderen Rohstoffen im Aufwind ist – Lithium!

Denn wie MGX Minerals gestern meldete, konnte man in der kanadischen Provinz Alberta umfassende Landflächen von insgesamt 96.000 Hektar erwerben. Dabei handelt es sich vor allem um historische Öl- und Gasfelder, deren Förderquellendaten und geologische Informationen das Unternehmen bei seiner Entscheidung nutzte.

Denn auf diesen Flächen wurden in der Vergangenheit bereits Lithium-, kalium- und magnesiumreiche Solen identifiziert, die historische Lithiumgehalte von bis zu 140 mg/L aufwiesen. Das ist den öffentlich verfügbaren Daten zufolge der höchste Lithiumgehalt aller existierenden Förderquellen in Alberta!

Mit der heutigen Transaktion setzt MGX einmal mehr seine Strategie um, sich auf die Akquise und Entwicklung Lagerstätten zu konzentrieren, die einen schnellen Minenstart erlauben sowie minimale Markteintrittsbarrieren und geringe anfängliche Kapitalaufwendungen („initial CAPEX“) aufweisen.

Und das ist nach Ansicht des Unternehmens bei den 12 akquirierten Metall- und Industriemineralgenehmigungen (“Permits”) der Fall, denn diese umgeben bestehende Förderquellen, aus denen die historischen Lithiumgehalte stammen. Diese Landflächen stehen im Allgemeinen mit in der Vergangenheit produzierenden Ölfeldern in Zusammenhang und verfügen deshalb über nahegelegene Straßen, Elektrizität sowie Förderquellenköpfen, die instandgesetzt und betreut werden können.

Dabei liegen sechs der von MGX erworbenen Grundstücke im so genannten Fox Creek-Distrikt und weisen Förderquellen auf, in denen Lithiumgehalte von 115 – 140 mg/L gemessen wurden. Die restlichen sechs Landflächen liegen an verschiedenen Standorten in Alberta, darunter die Keg River, Winterburn und Woodbend Group Formationen, in denen historische Lithium-Gehalte zwischen 95 und 140 mg/L gemessen wurden.

MGX will nun bereits in Kürze mit der Auswertung der Explorations- und Produktionsanforderungen auf allen 12 Grundstücken beginnen. Dazu gehören Gehaltbestätigungen, Bohrkopfpumpen und Drucktests, sowie anfängliche Infrastrukturstudien. Auch die Bewertung der Möglichkeiten zum Einsatz von Entwässerungstechnologien soll schon bald angestoßen werden, wobei man vor allem auch kostengünstige Lösungen zur Evaporation, Trocknung und Filtrierung sucht, die die vorhandene Ölfelddienstleistungsbranche mitsamt deren Infrastruktur einsetzen können.

Wie die Analysten von Rockstone Research anführen, wird traditionell viel Lithium im US-Bundesstaat Nevada gewonnen, doch sinken dort die Lithiumgehalte der Solen, sodass die Branche in anderen Regionen Nordamerikas nach abbauwürdigen Lithiumressourcen suche. So sei beispielsweise der Gehalt der Clayton Valley-Formationswässer von 400 mg Lithium pro Liter im Jahr 1996 auf nur noch 160 mg/L im Jahr 2006 gefallen, erklärte Rockstone.

Nevadas führender Entwickler von Lithiumlagerstättenentwickler, Pure Energy Minerals (WKN A111EG), hatte im Juli 2015 gemeldet, dass seine geschlussfolgerte Ressource für Clayton Valley South insgesamt 816.000 Tonnen Lithium-Carbonat-Äquivalente aufweise, wobei fast die Hälfte der Ressource einen Lithiumgehalt von 37 mg/L zeige, so Rockstone weiter (30% hat 102 mg/L, 20% hat 194 mg/L, 4% hat 370 mg/L und 1% hat 102 mg/L; insgesamt fünf lithiumhaltige Zonen bzw. Aquifer/Grundwasserleiter). Und dennoch: Kurz nach Veröffentlichung dieser ersten Ressourcenschätzung habe das Unternehmen im September 2015 einen Abnahmevertrag mit Tesla Motors (WKN A1CX3T) unterzeichnet…

Die Rockstone-Analysten vertreten deshalb die Ansicht, dass West-Alberta ein erstklassiger Kandidat ist, um die Lithiumressourcenlücke in Nordamerika zu schließen, da es sich um eine öl- und gasreiche Gegend mit bewiesenen Gehalten an Lithium im Grundwasser handele. Da bisher mehr als 20.000 Förderquellen in Albertas Aquifer gebohrt worden seien, seien die Chancen enorm, Lithium zu produzieren und zwar zu im Vergleich mit anderen nordamerikanischen Solenressourcen teilweise vorteilhaften Bedingungen, da in Alberta bereits eine reife, intakte Infrastruktur in Alberta bestehen. Nach Ansicht von Rockstone stellen Albertas Solen eine der größten noch nicht ausgebeuteten Lithiumressourcen und Produktionspotenziale Nordamerikas dar.

Vor allem angesichts des stark gestiegenen Preises – der Lithiumspotpreis ist seit 2015 von 6.000 auf fast 14.000 USD pro Tonne explodiert –, doch auch auf Grund der Entwicklung neuer Technologien, haben zuvor nicht entwickelte Lithiumressourcen wie die in Alberta laut Rockstone das Potential, relativ schnell und mit geringen Anfangs-CAPEX zu Produktionsquellen entwickelt zu werden.

Hier bietet sich für MGX Minerals unserer Ansicht nach also eine erstklassige Gelegenheit, in einen Rohstoffmarkt anzusteigen, dem Analysten, Experten und Medien eine glänzende Zukunft zuschreiben und der im Gegensatz zu fast allen anderen Rohstoffmärkten nicht mit Überkapazität und schwacher Nachfrage zu kämpfen hat.

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