Trotz Rücksetzers zu Wochenbeginn: Goldpreisrallye noch nicht zu Ende

Goldbarren

Eine Unze Feingold; Bilderquelle: Osisko Mining

Trotz des Rücksetzers zu Wochenbeginn rechnen Analysten damit, dass der Goldpreis angesichts einer besseren Stimmung am Markt für das gelbe Metall und anhaltender Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten zumindest auf kurze Sicht gute Aussichten hat, weiter zu steigen.

53% der vom Branchendienst Kitco befragten Experten erwarten für die laufende Woche einen weiteren Goldpreisanstieg, während 41% mit sinkenden Preisen rechnen. Zu den Teilnehmern der Umfrage gehören Goldhändler, Investmentbanken, Futures-Trader und Chartanalysten.

Der Markt könne zwar zu Wochenbeginn eine technische Korrektur vollziehen, doch seien jene Marktteilnehmer, die die jüngste Rallye verpasst haben, nun darauf aus, bei einem Rücksetzer einzusteigen, hieß es.

Niemand habe die jüngste Rallye kommen sehen und zahlreiche Fonds hätten den Anstieg verpasst, erklärte laut Kitco zum Beispiel Ronald-Peter Stoeferle, Fondsmanager bei der Incrementum AG und Autor von „In Gold We Trust“. Gold sei zwar wahrscheinlich jetzt überkauft, so Stoeferle weiter, doch sei das zu Beginn eines Bullenmarktes normal. Gold habe jetzt die „Kurve gekriegt“ und die Preisentwicklung habe bestätigt, dass nun ein neuer Bullenmarkt begonnen habe, führte der Experte weiter aus.

Andere Analysten wiesen zudem darauf hin, dass der Anstieg des Goldpreises auf das 12-Monatshoch bei 1.263,90 USD pro Unze in der vergangenen Woche ein stark bullishes Zeichen gewesen sei, da dabei signifikante Widerstände überwunden worden seien. Dass Gold letzte Woche bei mehr als 1.230 USD je Unze schloss, sei zudem ein Hinweis darauf, dass der Markt noch über einen Großteil seines Schwunges verfüge, hieß es weiter.

Demzufolge könnte der Goldpreis bis auf 1.180 USD pro Unze fallen und dennoch in seinem neuen Aufwärtstrend bleiben. Experten gehe allerdings davon aus, dass Gold die Marke von 1.200 USD pro Unze halten kann, da die meisten Anleger um diesen Bereich herum kaufen würden.

Auch die Experten von State Street Global Advisors sind der Ansicht, dass der Goldpreis noch Luft nach oben hat und der beeindruckende Anstieg vom letzten Donnerstag keine Eintagsfliege war. Man sei der Meinung, dass Gold keineswegs überbewertet sei, hieß es. Die Bedingungen, die zu dieser Rallye geführt hätten, würden sich nicht in Luft auflösen und es zeige sich, dass es immer noch Gründe gebe, Gold zu halten.

TD Securities verweist hingegen noch einmal auf die Aussage von Fed-Chefin Janet Yellen vergangene Woche vor dem Kongress. Der Markt habe zuvor „nur“ eingepreist, dass die US-Notenbank die Zinsen dieses Jahr nicht weiter anhebt. Yellen aber habe die Möglichkeit von Negativzinsen ins Spiel gebracht, was laut den Analysten noch einmal eine entscheidende Veränderung ist.

Allerdings gibt es auch Analysten, die nicht nur denken, dass der schnelle Anstieg des Goldpreises übertrieben ist, sondern auch, dass die Anleger die Möglichkeit einer Rezession in den USA als viel zu hoch bewerten. Das hätten unter anderem die positiven Einzelhandelszahlen gezeigt, die am Freitag veröffentlicht wurden.

In den USA sind zwar heute die Börsen auf Grund des Presidents Day geschlossen, dennoch stehen auch diese Woche wieder zahlreiche Wirtschaftsdaten an. Dazu gehören regionale Berichte vom produzierenden Gewerbe, neue Daten vom Wohnungsmarkt und der Verbraucherpreisindex für Januar.

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