Steigt Silber jetzt auf über 20 USD pro Unze?

Silberbarren

Silberbarren; Foto: Coeur Mining

Der Silberpreis schoss am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Mitte Mai vergangenen Jahres. Das ist Experten zufolge eine Neubewertung gegenüber dem „großen Bruder“ Gold und auch eine Folge der steigenden Nachfrage nach Industriemetallen. Eine Unze Silber kostet so derzeit rund 17,30 USD.

Damit ist der Silberpreis dieses Jahr bereits um ca. 26% gestiegen und hat Gold deutlich hinter sich gelassen. Edelmetallanleger widmen sich verstärkt Silber, nachdem Gold das 13-Monatshoch, das im März erreicht wurde, nicht halten konnte und seitdem eher seitwärts tendiert.

Die Analysten der Deutschen Bank erklärten vor Kurzen, dass basierend auf den historischen Trends der Beziehung zwischen Gold- und Silberpreis letzterer schon kurzfristig auf mehr als 20 USD pro Unze steigen könnte. Ihrer Ansicht nach, seien kurzfristig keine potenziellen Auslöser für einen weiteren Goldpreis zu erkennen, auch wenn Gold weiterhin gute Unterstützung erfahre.

Sollte Gold auch weiterhin in einer Spanne um 1.250 USD pro Unze gehandelt werden, könnte nach Meinung der Deutschen Bank die Gold:Silber-Ratio wieder auf 66,6 fallen, den Durchschnittswert zwischen 1983 und 2003, und Silber auf bis zu 18,8 USD pro Unze steigen. Sollte das Verhältnis von Gold- zu Silberpreis sogar auf 61,1 zurückgehen, den Durchschnitt seit 2003, dann könnte Silber nach Ansicht der Deutschen Bank sogar auf bis zu 20,5 USD pro Unze klettern.

Und die Deutsche Bank ist mit ihrer positiven Prognose für Silber nicht allein. Die Analysten der Bank of America Merrill Lynch hoben ihre Preisprognose für Silber auf 16,47 USD pro Unze an. Aktuell liegt der durchschnittliche Silberpreis für 2016 bei 15,18 USD pro Unze. Ihrer Ansicht nach sind die fundamentalen Aussichten für Silber so gut wie seit Jahren nicht mehr, da die Minenproduktion sinke und die Industrienachfrage steige.

Nur rund 30% des globalen Silberausstoßes stammen aus reinen Silberminen, während der Großteil als Beiproduktion von Zink- und Bleiminen anfällt, wo allerdings einige Minenschließungen anstehen. Der Großteil der Silbernachfrage stammt zudem von industriellen Anwendungen, wie Legierungen, Elektronik oder der Photovoltaik.

Zudem haben einige ETF-Anleger von Gold zu Silber gewechselt und Großspekulanten wie zum Beispiel Hedge-Fonds sind ebenfalls positiv für Silber eingestellt. Sie hoben ihre Wetten auf einen Anstieg des Silberpreises in der vergangenen Woche drastisch an, sodass abermals ein Rekord bei den Netto-Long-Positionen zustande kam.

Laut den jüngsten Daten der CFTC bis zum 19. April bauten die Spekulanten ihrer Long-Positionen auf 378,6 Mio. Unzen bzw. 11.773 Tonnen Silber aus, was den höchsten Stand seit 2006 bedeutet, als diese Daten zum ersten Mal erhoben wurden. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen gesenkt, sodass die Netto-Long-Positionen auf 10.311 Tonnen stiegen. Noch im dritten Quartal 2015 hatte bei Silber eine Netto-Short-Position von 1.610 Tonnen bestanden.

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