Der neue Konsens?: BMO-Analysten erwarten bis zum Jahresende Anstieg des Goldpreises auf 1.400 USD pro Unze

Goldbarren

Eine Unze Feingold; Bildquelle: Osisko Mining

Nachdem bereits die Analysten von JP Morgan ihre Prognose für den Goldpreis angehoben haben, zieht jetzt auch die kanadische BMO Capital Markets nach. Die Experten erwarten zum Jahresende ebenfalls einen Goldpreis von 1.400 USD pro Unze und gehen zudem davon aus, dass Silber das Jahr 2016 bei rund 21 USD je Unze beschließt. Mit der Anhebung der Prognose für die beiden Edelmetalle geht auch einher, dass BMO die Kursziele für Gold- und Silberproduzenten anhebt – und zwar um im Schnitt 24%.

Gold und Silber haben seit Jahresbeginn bereits mehr als 20% an Wert gewonnen, Gold sogar kurzfristig die Marke von 1.300 USD pro Unze überschritten, auch wenn es danach einen Rücksetzer gab.

Den nun positiveren Ausblick für den Goldpreis begründet BMO damit, dass man bis Ende 2016 mit anhaltender Unsicherheit in Bezug auf die Weltwirtschaft rechnet, was nach Ansicht der Analysten die Attraktivität von Gold als Sicherem Hafen steigen lassen wird. Die Überkapazitäten im Bereich der Bunt- bzw. Industriemetalle vor allem in China seien schlecht für die Nachfrage nach diesen Rohstoffen und damit gut für die Nachfrage nach Gold und Silber.

BMO merkte zudem an, dass der Goldmarkt nicht mehr davon ausgehe, dass die Fed vor Ende Juli die Zinsen in den USA weiter anhebt. Die Frage sei deshalb, ob die Notenbanker die Zinsen zum Jahresende hin erhöhen. Sollte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im November oder Dezember sinken, würde das nach Meinung der Experten den Goldpreis stützen.

Die kanadische Bank warnt aber auch, dass eine doch im Sommer erfolgende Zinserhöhung dem Goldmarkt einen Schock versetzen würde und der saisonale Trend bei Gold generell im Sommer nach unten zeige. BMO wies darauf hin, dass in den vergangenen 40 Jahren der Goldpreis zwischen Mai und Juli gerade einmal vier Mal nicht gefallen sei. Danach aber sei er meist bis zum Jahresende hin gestiegen – wie es die Analysten auch für 2016 vorhersagen.

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