Kimberlitexploration geht in die heiße Phase: Lucapa Diamond – Die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt

Neues nassverarbeitungs Front-End-Modul; Foto: Lucapa Diamond

Neues nassverarbeitungs Front-End-Modul; Foto: Lucapa Diamond

Die australische Lucapa Diamond Company (WKN A0M6U8 / ASX LOM) hat ein aktives und erfolgreiches Juniquartal hinter sich. Die alluviale Diamantproduktion schreitet voran und nun widmet sich das Unternehmen auch verstärkt der Suche nach der primären Quelle der außergewöhnlich großen Diamanten, die man in großer Zahl auf der Lulo-Konzession in Angola findet.

So verkaufte das Unternehmen von CEO Stephen Wetherall in den drei Monaten bis Ende Juni – über die neu gegründete Joint Venture-Gesellschaft Sociedade Mineira do Lulo (SML) – Diamanten mit einem Gewicht von insgesamt 2.670 Karat und erzielte daraus einen Bruttoerlös von 4,1 Mio. AUD. Das stellt einen durchschnittlichen Preis von hohen 1.546 AUD bzw. 1.132 USD pro Karat dar.

Im ersten Halbjahr 2016 erzielte Lucapa so Bruttoerlöse von 36,6 Mio. AUD (26,2 Mio. USD), bei einem Durchschnittspreis von 7.960 AUD bzw. 5.686 USD pro Karat, was die herausragende Qualität der auf der Lulo-Konzession gewonnenen Steine unterstreicht. Nimmt man die für den 404-karätigen Stein, den Lucapa im Februar entdeckte, erzielten 22,5 Mio. AUD heraus, liegt der Durchschnittspreis pro Karat immer noch bei außergewöhnlich hohen 3.374 AUD bzw. 2.421 USD pro Karat. Im Septemberquartal rechnen Lucapa und seine Partner damit, mindestens zwei weitere Diamantverkäufe zu tätigen. Zum 30. Juni hatte das Unternehmen noch unverkaufte Diamanten von 1.219 Karat im Inventar.

Der alluviale Abbau, aus dem diese Steine gewonnen wurden, konzentrierte sich im Quartal auf Grund der Regenzeit in Angola auf das Abbaugebiet Block 6, während gleichzeitig signifikanter Testabbau auf dem Gebiet E46 erfolgte. Gegen Ende des Quartals erhielt Lucapa dann wieder Zugang zum Abbaugebiet Block 8, wo man im Quartal zuvor den 404-Karäter entdeckt hatte. Angesichts der Produktivität dieser Gebiete wird sich Lucapa auch im laufenden Quartal wieder auf den Abbau aus Block 8 und Block 6 konzentrieren.

Alluvialer Abbau während des zweiten Quartals und Halbjahres 2016; Quelle: Lucapa Diamond

An der obigen Tabelle lässt sich ablesen, welche signifikante Wertsteigerung der alluviale Abbau auf Lulo durch die Investitionen in neue Erdarbeitsgeräte im zweiten Halbjahr 2015 erfahren hat. Dies hatte es dem Unternehmen erlaubt, die Abbaukapazität auf mehr als 20.000 Schüttkubikmeter pro Monat zu erhöhen – außerhalb der Regenzeit. Die Abbaukapazität während der üblichen Regenzeit liegt im Schnitt bei 12.000 Kubikmetern pro Monat. Trotzdem führte Lucapas Strategie, Qualität statt Quantität zu liefern dazu, dass Erlöse von 36,3 Mio. AUD während der Regenzeit erzielt werden konnten.

Insgesamt wurden auf der Verarbeitungsanlage des Projekts im Juniquartal 36.753 Schüttkubikmeter alluvialen Schotters verarbeitet, was eine Steigerung von 113% im Vergleich zum Durchsatz des Vorjahresquartals bedeutet.

Gewonnen wurden im abgelaufenen Quartal Diamanten mit insgesamt 2.581 Karat, darunter 30 „spezielle“ Steine von bis zu 88 Karat sowie ein 13karätiger gelber Diamant. Das stellt einen Anstieg der Gewinnung von 80% im Vergleich zum zweiten Quartal 2015 dar. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Größe der geförderten Diamanten von 0,8 auf 1,3 Karat.

Neben dem alluvialen Abbau widmet sich Lucapa auch der Kimberlitexploration auf Lulo, also der Suche nach der Ursprungsquelle all der außergewöhnlichen Diamanten, die man bislang entdeckt hat. Bisher haben Lucapa und deren Joint Venture-Partner auf der Lulo-Konzession rund 300 Kimberlitziele entdeckt, von denen ungefähr 100 als nachgewiesene oder wahrscheinliche Kimberlite klassifiziert und fünf als diamanthaltige Kimberlitschlote identifiziert wurden.

Das Gebiet um die Blöcke 8 und 6 ist dabei weiterhin im Fokus der Kimberlitexploration, nachdem Elektromagnetische und Gravitätsuntersuchungen, die im vergangenen Quartal auf dem Ziel L259 durchgeführt wurden, erfolgreich einen 78-108 Hektar großen Körper identifizierten, der mit dem nahe der Oberfläche gelegenen Abdruck eines Kimberlitschlots – oder dessen Krater – übereinstimmt.

L259 liegt unterhalb von Block 8 und in der Näher von Block 6, wo Lucapa immer wieder große, qualitativ hochwertige Diamanten gefunden hat. Gegen Ende des vergangenen Quartals wurde ein Kimberlitbohrprogramm aufgenommen, nachdem das Spezialistenteam mit etwas Verspätung eintraf.

Lage der vorrangigen Kimberlitbohrziele auf Lulo; Quelle: Lucapa Diamond

Bislang hat man zehn Bohrstandorte für Bohrungen auf L259 vorbereitet, mit denen die Bohrungen beginnen sollen. Das Bohrprogramm soll den Rest des Jahres über fortgesetzt werden und sich auf die aussichtsreichsten Ziele konzentrieren. Weitere Ziele in der Nähe von L259 sind L13, L15, E217 sowie L248. Die diamanthaltigen Kimberlite L19 und L46 sowie der naheliegende Kimberlit L18 sollen ebenfalls erbohrt werden.

In Bezug auf den alluvialen Abbau hat Lucapa weiteres Kapital in die Erneuerung und Verbesserung des Betriebs und der Anlage auf Lulo investiert. Damit soll die Abbaukapazität weiter erhöht und die Diamantgewinnung gesteigert werden – insbesondere auch das Potenzial, Diamanten von mehr als 295 Karat zu entdecken

Während des Quartals wurden zudem 48,3 Mio. Optionen zu 30 australischen Cents umgewandelt, bevor sie am 29. April ausliefen. Daraus flossen Lucapa 14,5 Mio. AUD an Cash zu, die die Bilanz weiter stärkten. Nach den oben genannten Investitionen, die 8,4 Mio. AUD umfassten, verfügte Lucapa so zum Ende des Quartals über 14,4 Mio. AUD. Darin nicht enthalten sind die 2,7 Mio. AUD an liquiden Mitteln, über die die für den alluvialen Abbau verantwortliche Joint Venture-Gesellschaft SML (40% Lucapa) zum 30. Juni verfügte.

Insgesamt hat Lucapa unserer Ansicht nach im abgelaufenen Quartal mit dem Ausbau der alluvialen Produktionskapazitäten bzw. der Verbesserung der Anlagen die Weichen für eine noch profitablere Zukunft gestellt. Darüber hinaus rückt man nun der primären Quelle der so gefundenen Diamanten mit dem Kimberlitbohrprogramm immer näher, auch wenn damit erst einmal „nur“ Material für Großproben identifiziert werden soll. Hier liegt unserer Meinung nach das Blue Sky-Potenzial der Aktie. Denn sollte man tatsächlich die erste neue, wirtschaftlich tragfähige Diamantmine seit Langem entdecken, stößt die Aktie mit Sicherheit in völlig neue Dimensionen vor.

Und Lucapa hat seit Kurzem noch ein zweites Eisen im Feuer! Bei dem Projekt Orapa Area F handelt es sich um eine 16,2 Quadratkilometer große Erkundungslizenz, die rund 40 Kilometer östlich der Orapa-Diamantmine in Botswana und in nur ca. 4 Kilometer Entfernung zum Kimberlit BK02 liegt, auf dem die kanadische Lucara Diamond (WKN A0MYR8) derzeit Großproben entnimmt. Das Gebiet umfasst zwei bekannte Kimberlite und eine größere magnetische Anomalie. Ein vor Kurzem beschlossenes Arbeitsprogramm für Orapa Area F umfasst geophysikalische Gravitätsuntersuchungen gefolgt von der Entnahme geochemischer Bodenproben.

 

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