Gespräche laufen: Lucapa Diamond plant höhere Beteiligung an Diamant-Joint Venture

Diamanten; Foto: Lucapa Diamond

Diamanten; Foto: Lucapa Diamond

Die australische Lucapa Diamond (WKN A0M6U8 / ASX LOM) baut auf ihrer Lulo-Konzession in Angola sehr erfolgreich alluviale Diamanten ab. Das erfolgt über eine operativ tätige Tochtergesellschaft, an der das Unternehmen bislang einen Anteil von 40% hält. Nun aber laufen scheinbar Gespräche, in denen Lucapa auslotet, ob es möglich ist, diese Beteiligung zu erhöhen.

Stephen Wetherall, CEO von Lucapa, erklärte in einem Interview, dass man sowohl mit dem Partner Rosas e Petalas (28%), einer angolanischen Privatfirma, als auch der staatlichen Diamantgesellschaft Endiama (32%) Diskussionen zu diesem Thema führe.

Demzufolge denke Endiama darüber nach, einen Teil oder die gesamte Beteiligung an der Joint Venture-Gesellschaft Sociedade Mineira de Lulo (SML) gegen eine Barzahlung zu veräußern, oder sich in Lucapa Diamond-Aktien auszahlen zu lassen. Herrn Wetherall zufolge sind die Gespräche mit Endiama allerdings noch nicht so weit fortgeschritten, wie die Diskussionen mit Rosas e Petalas.

Vor rund einem Jahrzehnt war die Diamantindustrie zu großen Teilen aus Angola geflohen, vor allem da Endiama darauf bestand, mindestens 51% an jeder Diamantmine zu halten. Das allerdings änderte sich mit der Einführung eines neuen Minengesetzes 2011.

Wie Herr Wetherall erklärte, sei zum Beispiel allgemein bekannt, dass Branchengröße De Beers sehr daran interessiert sei, wieder nach Angola zurückzukehren. Darüber hinaus, erklärte der Lucapa-CEO weiter, sei die russische Alrosa mit der gigantischen Catoca-Mine in Angola aktiv und habe erst vor Kurzem einen neuen Diamantschlot entdeckt, der Investitionen in Höhe von rund 800 Mio. Dollar benötige. Catoca, die viertgrößte Diamantmine der Welt, liegt in rund 150 Kilometer Entfernung zu Lucapas Lulo-Konzession in der Provinz Lunda Norte.

Derzeit fördert Lucapa auf dem Lulo-Projekt wie gesagt alluviale Diamanten. Das sind weit verteilte Edelsteine, die von ihren ursprünglichen Entstehungsquellen durch Jahrmillionen der Erosion in Flussbette getragen wurden.

Und zumindest im Fall von Lucapa handelt es sich dabei zu einem großen Teil um „spezielle“ Diamanten ab 10,8 Karat und aufwärts. Eigentlich, so Herr Wetherall, sind diese Diamanten wirklich sehr selten. Doch bei Lucapa sind rund 60% der Steine ca. 100 Karat schwer. Anfang des Jahres allerdings entdeckte man einen qualitativ hochwertigen Diamanten mit sogar 404 Karat – den größten jemals in Angola entdeckten solchen Stein.

Lucapa hat im zweiten Quartal Diamanten im Gewicht von 2.670 Karat verkauft und damit einen Bruttoerlös von 4,1 Mio. AUD erzielt, was einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 1.546 AUD bzw. 1.132 USD pro Karat bedeutet. Auf Halbjahresbasis lag der Erlös aus dem Diamantverkauf bei 26,2 Mio. USD oder 5.686 USD pro Karat. Lucapa ist zudem gut finanziert, verfügte zum Ende des zweiten Quartals über rund 14,4 Mio. AUD (ca. 10,8 Mio. USD) an liquiden Mitteln.

Lucapa plant zudem, die alluviale Produktion auf 40.000 Tonnen pro Monat zu verdoppeln, indem man entweder die bestehende Verarbeitungsanlage ausbaut oder eine neue Anlage in der Nähe der Abbaugebiete errichtet, die besonders große Steine geliefert haben. Letzteres, so Herr Wetherall, wäre die optimale Lösung.

Eine zweite Anlage zu errichten würde dem Lucapa-CEO zufolge geringere Investitionskosten bedeuten und dem Unternehmen zudem mehr Flexibilität verschaffen, sollte die bestehende Anlage einmal ausfallen. Darüber hinaus hätte man so die Möglichkeit, Kimberlitmaterial zu verarbeiten, erklärte Herr Wetherall und bezog sich dabei auf das laufende Kimberlitexplorationsprogramm, mit dem man hofft die Quelle der alluvialen Diamanten auf Lulo zu finden.

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