Schwache Märkte, schwacher US-Dollar: Goldpreis weiter auf dem Vormarsch

Goldbarren

Goldbarren; Foto: Barrick Gold

Der Goldpreis kann auch am heutigen Dienstag zulegen, notiert mittlerweile bei mehr als 1.360 USD pro Unze. Dazu trägt bei, dass die europäischen Aktienmärkte klare Verluste verbuchen, während der US-Dollar gegenüber dem Euro auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat fällt. Schwache US-Wirtschaftsdaten hatten Ende vergangener Woche nach Ansicht der Marktteilnehmer die Aussichten auf eine US-Zinserhöhung in nächster Zeit gedämpft.

Auch die Metalle der Platingruppe verzeichneten weitere Gewinne. Platin selbst steigt auf den höchsten Stand seit Mai 2015 und Palladium notiert weiter in der Nähe des 14-Monatshochs von gestern.

Analysten glauben, dass die schwachen Zahlen zum BIP in den USA, die Freitag veröffentlicht wurden, Gold auf die Sprünge geholfen haben. Das habe den Zeitpunkt einer Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten wahrscheinlich nach hinten verschoben, möglicherweise sogar bis ins kommende Jahr, hieß es.

Europäische Aktien fielen heute auf Zweiwochentiefs, vor allem von den Banken belastet, während der Euro zum ersten Mal seit über einem Monat auf mehr als 1.12 USD stieg. Seit Veröffentlichung der überraschend schwachen Wachstumsdaten zum zweiten Quartal steht die US-Währung kontinuierlich unter Druck.

Und William Dudley, Präsident der Federal Reserve Bank von New York äußerte bereits, dass die US-Notenbank mit Zinserhöhungen vorsichtig sein sollte, da noch Restrisiken für die US-Wirtschaft bestünden. Was so interpretiert werden könnte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung noch vor Jahresende gesunken ist.

Der Anstieg des Goldpreises von fast 30% im bisherigen Jahresverlauf wurde nach Ansicht von Experten unter anderem davon getrieben, dass die Erwartungen einer baldigen weiteren Zinserhöhung durch die Fed gesunken sind. Im Dezember noch hatte die US-Notenbank die Zinsen in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt wieder erhöht.

Noch stärker als Gold zeigt sich übrigens dessen „kleiner Bruder“ Silber – eine Unze kostet schon wieder rund 20,70 USD.

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