Investmentnachfrage allein reicht nicht: War es das mit der Goldpreisrallye 2016?

Goldbarren; Foto: Aureus Mining

Goldbarren; Foto: Aureus Mining

Trotz der herausragenden Performance des Goldpreises dieses Jahr und der Risiken an den Finanzmärkten glauben die Analysten von RBC Capital Market, dass die Goldrallye des Jahres 2016 sich dem Ende zuneigt.

Der deutliche Goldpreisanstieg sei zwar vollkommen gerechtfertigt gewesen, sei aber vor allem von zwei Arten der Investmentnachfrage getragen worden und man können nicht erkennen, was den Preis des gelben Metalls nun noch über die bisherigen Hochs hinaustreiben könnte, so RBC. Deshalb prognostiziere man im Gegensatz zu vielen anderen Marktbeobachtern, dass Gold 2016 bereits sein Hoch erreicht hat.

Seit Anfang des Jahres hat der Goldpreis einen Anstieg von knapp 30% verbucht und erreichte Anfang Juli mit 1.377,50 USD pro Unze ein Zweijahreshoch. Mittlerweile kostet eine Unze des gelben Metalls allerdings nur noch knapp 1.350 USD.

RBC erwartet dieses Jahr einen durchschnittlichen Goldpreis von 1.258 USD und 2017 von 1.241 USD pro Unze. Sollte es keine weiteren Ereignisse geben, die die Anleger das Risiko scheuen lassen, werde es für Gold ab jetzt schwieriger, weitere Anstiege zu verbuchen, so die Analysten.

Die Experten wiesen darauf hin, dass Anlegern bewusst sein sollte, wie wenig Spielraum noch für eine steigende Goldnachfrage bestehe, vor allem da die Rallye fast ausschließlich auf der Investmentnachfrage nach ETP (Exchange Traded Product) sowie Positionierungen an der Comex beruhe. Und letztere hätten bereits Rekordhochs verzeichnet.

RBC glaubt deshalb nicht, dass die Investmentnachfrage den Goldpreis signifikant über die jüngsten Hochs bei 1.365 USD pro Unze führen können wird. Und andere, nachhaltigere Formen der Nachfrage hätten sich bislang nicht als stark genug erwiesen, hieß es weiter. Zudem sei Gold in anderen Währungen noch stärker gestiegen als in US-Dollar, was insbesondere in China und Indien, den größten Goldkonsumenten weltweit, der Nachfrage nicht zuträglich sei.

Ein weiterer Faktor, der den Goldpreis nach oben getrieben hat, ist die globale Geldpolitik der Notenbanken. Man sehe aber nicht, so RBC weiter, dass dies später im Jahr dem Goldpreis weiter nach oben helfen werde. Denn selbst wenn die realen Zinsen weiter in negatives Territorium vorstoßen würden, hätten doch jene Anleger, die Gold wegen negativer Zinsen kaufen, dies bereits getan.

Allerdings ist sich RBC auch der Risiken für diese negative Prognose bewusst. Dies seien eine Rezession in den USA oder eine starke Rezession in der EU und/oder Großbritannien, was die Attraktivität von Gold als Sicherer Hafen stärken würde. Dass allerdings hält RBC für das unwahrscheinlichere Szenario.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Investmentnachfrage allein reicht nicht: War es das mit der Goldpreisrallye 2016?

  1. Hallo Bjorn,

    Die Goldpreisrally scheint vor erst ein Ende zu haben. Das Risiko das aber irgendwo auf der Welt sich eine neue Krise entwickelt ist aber immer noch sehr hoch. Aus diesem Grund würde ich immer noch zu einem Goldinvest raten. Auch mit dem Hintergrund das Gold immer eine langfristige Geldanlage sein sollte. Mich würde aber auch deine Meinung dazu interessieren.

    Gruß Klaus-Dieter

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