Niedrigere Rohstoffpreise: Rio Tinto mit Gewinneinbruch im ersten Halbjahr

Rio Tinto Pilbara Eisenerz

Verladung von Eisenerz; Copyright © 2009 Rio Tinto

Obwohl der Minengigant Rio Tinto (WKN 852147) im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchte, konnte der Konzern doch die Erwartungen der Analysten erfüllen. Unter anderem, da der Eisenerzpreis sich wieder von seinen Zehnjahrestiefs entfernte.

Wie erwartet strich Rio auch seine Dividende zusammen, bestätigte aber im Großen und Ganzen die Prognosen zu Kosten und Produktion für das Gesamtjahr, auch wenn man vorsichtig ist, was den Ausblick für den Sektor angeht.

Der Konzern meldete für die sechs Monate bis Ende Juni einen zugrundeliegenden Nettogewinn von 1,56 Mrd. USD. Das stimmte mit den Prognosen der Analysten überein, war aber gleichzeitig die schwächste erste Jahreshälfte seit 12 Jahren. Im gleichen Zeitraum 2015 hatte der Gewinn noch 47% höher bei 2,92 Mrd. USD gelegen.

Rios Nettogewinn verdoppelte sich hingegen auf 1,71 Mrd. USD da dieses Jahr nicht die hohen Währungs- und Derivatverluste anfielen wie im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern brach allerdings um 27% auf 5,36 Mrd. USD ein. Damit blieb er leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die von 5,38 Mrd. USD ausgegangen waren.

Gleichzeitig teilte der Konzern aber mit, dass die Verbindlichkeiten um 6% auf 12,9 Mrd. USD fielen, was die Analystengemeinde nicht erwartet hatte. Die Experten waren von einem moderaten Anstieg der Schulden auf 13,8 Mrd. USD ausgegangen. Die Schuldenreduzierung erfolgte trotz schwächerer Rohstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr, obwohl einzelne Rohstoffe Zeichen einer Erholung sendeten.

Laut Rio Tinto kostete der Rückgang der Rohstoffpreise 1,9 Mrd. USD des Basisgewinns, was nur zum Teil durch 241 Mio. USD an Währungsgewinnen und 410 Mio. USD an Einsparungen auf Grund gesunkener Cash-Kosten ausgeglichen worden sei.

Was die zukünftige Entwicklung der Rohstoffpreise anging, zeigte Rio Tinto sich zurückhaltend, da man von einer Übergangsphase der chinesischen Wirtschaft ausgeht. Das Wachstum in der Volksrepublik habe sich zwar stabilisiert, doch sei die Wirtschaft Chinas in einem langen Übergang zu einer weniger rohstofflastigen Phase begriffen, hieß es.

Der Konzern hält an seinem Plan fest, die operativen Kosten vor Steuern 2016 und 2017 um 2 Mrd. USD zu senken, rechnet aber weiter mit Investitionen in Höhe von 4 Mrd. USD, obwohl diese in der ersten Jahreshälfte nur bei 1,32 Mrd. USD lagen.

Rio beschloss eine Halbjahresdividende von 0,45 USD pro Aktie, die damit ganz erheblich niedriger lag als im Vorjahr, als der Konzern noch 1,075 USD pro Aktie ausschüttete. Im Durchschnitt hatten Analysten, wie Zahlen von Bloomberg zeigen, eine Dividende in Höhe von 0,55 USD pro Aktie erwartet. Insgesamt will Rio Tinto dieses Jahr mindestens 1,10 USD pro Aktie Dividende zahlen, wurde bekräftigt.

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