Nach Metallurgietests: Equitas Resources – Brasilianisches Goldprojekt soll direkt in Phase 2 übergehen

Besuch der Experten von Cartesian Royalty auf dem Cajueiro-Projekt; Foto: Equitas Resources

Eigentlich wollte die kanadische Equitas Resources (WKN A12CWK / TSX-V EQT) auf ihrem Goldprojekt Cajueiro zunächst eine Schwerkrafttrennungsanlage installieren, um so die zuvor eher niedrigen Gewinnungsraten schon einmal etwas zu erhöhen, bevor im zweiten Schritt ein Laugungskreislauf folgen sollte.

Doch metallurgische Tests zeigten, dass die Schwerkrafttrennung keine Steigerung der Gewinnung erbringen würde. Gleichzeitig demonstrierten sie aber auch, dass der Laugungsprozess (CIL; Carbon In Leach) noch wesentlich effektiver sein dürfte als von Equitas erhofft. Was zur Folge hat, dass das Unternehmen nun plant, direkt zu Phase 2 überzugehen.

Equitas hatte die 39.053 Hektar große Cajueiro-Liegenschaft im Frühjahr mit der Übernahme von Alta Floresta Gold und deren 184.410 Hektar umfassendem Liegenschaftsportfolio in Brasilien übernommen. Angesichts des nach Ansicht von Equitas erheblichen Potenzials beschloss man, zunächst das Flaggschiffprojekt Cajueiro Schritt für Schritt zu verbessern und auszubauen.

Derzeit wird dort nur eine alluviale Produktion betrieben, wobei die Goldgewinnungsrate unter Einsatz einer Waschrinne nur bei 30 bis 35% lag. Das Unternehmen hoffte, dies mit einer Schwerkrafttrennungsanlage auf rund 50% zu erhöhen, bevor man eine CIL-Anlage errichten wollte, deren Ausbringungsrate man mit ca. 85% erwartete. Die Ausbringung der Schwerkrafttrennungsanlage, zeigten die Studien, hätte aber nur bei maximal 22,1% gelegen, eine Enttäuschung. Doch im Gegensatz dazu lagen die Ergebnisse für einen konventionellen CIL-Prozess mit 93,7 bis 96,2% deutlich über den Erwartungen.

Damit geht Cajueiro wohl direkt in die eigentliche Phase 2 der Planungen über. Das nötige Kapital dürfte vorhanden sein, denn erst vor Kurzem erklärte Equitas, man stehe „sehr kurz davor“, eine abgeänderte Finanzierung in Höhe von 6 Mio. USD mit Cartesian Royalty Holdings abzuschließen. Der Deal mit der Private Equity-Gesellschaft würde dem Unternehmen 5 Mio. USD in revolvierenden Krediten sowie die Ausübung von Warrants im Gegenwert von 1 Mio. USD einbringen.

Dabei würde Equitas jeweils Teilbeträge der 5 Mio. USD in Anspruch nehmen, die man mit 2.100 Unzen Gold innerhalb eines Jahres oder mit 2.300 Unzen Gold innerhalb von drei Jahren zurückzahlen muss. Rückzahlungen, die man innerhalb eines Jahres tätigt, können erneut in Anspruch genommen werden, sodass das Unternehmen im Endeffekt über einen revolvierenden Kredit in Höhe von 5 Mio. USD verfügt. Darüber hinaus schloss Equitas im vergangenen Monat eine überzeichnete Privatplatzierung in Höhe von 861.000 CAD ab.

Nun laufen bereits die Testarbeiten, Analyse und Entwurf, für eine CIL-Testanlage mit einer Kapazität von 250 bis 400 Tonnen pro Tag. Die Genehmigungen zum Abbau von 50.000 Tonnen Erz pro Jahr von den Zonen Baldo und Crente auf Cajueiro sind beantragt. Die CIL-Anlage soll ungefähr in der Mitte der beiden Zonen errichtet werden, die weniger als einen Kilometer auseinanderliegen.

Ab dem geplanten Baubeginn im vierten Quartal soll es Equitas zufolge rund sechs Monate dauern, bis die Anlage errichtet ist. In der Zwischenzeit wolle man weitere Explorationsaktivitäten, inklusive Bohrungen, vornehmen, hieß es.

Equitas hatte auf Baldo zuletzt 20 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 1.600 Metern abgeteuft sowie 700 Meter an Gräben gezogen. Zum Großteil handelte es sich dabei um Bestimmungsbohrungen, die auf Saprolitoxid, stark verwittertes, nahe der Oberfläche gelegenes Material, abzielten, das für den Tagebau geeignet sein könnte.

Laut Equitas geht man davon aus, die Ergebnisse in Kürze zu erhalten – zusammen mit Resultaten von Bohrungen auf der Crente-Zone, die erhebliches Potenzial aufweise. Auch dieser Ergebnisse, hofft man beim Unternehmen, sollten bald eintreffen.

Die Highlights der ersten Resultate dieser Bohrungen, die man bereits melden konnte, lagen bei 24,26 Gramm Gold pro Tonne über 2 Meter sowie 18,86 Gramm Gold pro Tonne über abermals 2 Meter und 1,4 Gramm pro Tonne über 12 Meter. Allerdings, so Equitas, gebe es andere Zonen auf Cajueiro, die noch aussichtsreicher seien, doch um die Abbaulizenz zu erhalten, habe man zunächst Arbeiten auf einem Teil der Baldo-Zone durchführen müssen, einem bereits untersuchten Gebiet, das nicht das aussichtsreichste Areal sei.

Einem dem kanadischen Standard NI 43-101 entsprechenden Bericht zufolge, sind bei einem Cut-off von 0,25 Gramm pro Tonne folgende Ressourcen in jeweils vier Zonen (Sulfide / Saprolitoxide) enthalten:

Sulfide:
– 8,64 Mio. Tonnen mit 0,771 g/t Au und damit 214.000 Unzen Gold in der Kategorie angezeigt

– 9,53 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 0,664 g/t Au und damit 203.500 Unzen in der Kategorie geschlussfolgert

In den vier Oxidzonen liegen insgesamt 1,37 Mio. Tonnen mit 1,775 g/t Au und somit 78.400 Unzen (geschlussfolgert). Davon entfallen auf Baldo 309.000 Tonnen mit 3,029 g/t Au für 30.100 Unzen Gold. Und genau diese, hochgradigeren, nahe der Oberfläche liegenden und metallurgisch gesehen attraktiveren Oxiderze werden der Fokus weiterer Exploration und eines potenziellen Abbaus sein.

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