Kursrausch bei Cannabis-Aktien: Goldinvest.de hat den nächsten Gewinner im Visier

Marihuanablüte; Quelle: @pixabay

Marihuanablüte; Quelle: @pixabay

Während die Legalisierung von medizinischem Cannabis hierzulande nur vorsichtig von der Politik vorangetrieben wird und 2017 wohl erstmals Cannabis auf Rezept von Krankenkassen bezahlt wird, etabliert sich in Kanada und einigen Staaten der USA bereits eine schnell wachsende Industrie rund um Marihuana & Co. Die Börse ist wie immer ein zuverlässiger Indikator für solche Trends: Cannabis-Aktien an der Canadian Stock Exchange (CSE) boomen derart, dass die gesamte CSE im Netz bereits den Spitznamen „MMJ-Exchange“ führt. (Mary Jane ist amerikanischer Slang für „Marijuana“).

Marihuana-Aktien sind derzeit regelmäßig unter den Top-Tradern an der CSE. Der so genannte „Marijuana Index Canada“, in dem 29 Unternehmen enthalten sind, hat sich in den vergangenen sechs Monaten rund verdoppelt. Der kumulierte Börsenwert aller im Index enthaltenen Unternehmen nähert sich der Marke von 2 Milliarden Dollar! (http://marijuanaindex.com/index-canada/)

Neben größeren Unternehmen wie Canopy Growth (Börsenwert 460 Mio. CAD), Aurora Cannabis (Börsenwert 312 Mio. CAD) oder Aphira Inc. (Börsenwert 303 Mio. CAD) finden sich eine Vielzahl kleiner Unternehmen mit Micro-Cap Status. Hier ist naturgemäß Vorsicht angebracht, weil ohne Zweifel viele Unternehmen versuchen, die aktuelle Cannabis-Welle zu reiten. Die Chancen bei seriösen Cannabis-Startups sind jedoch nicht zu verachten.

Das Unternehmen, das nach unserer Ansicht aus der Schar der Cannabis-Start-Ups herausragt, trägt den etwas sperrigen Namen Lifestyle Delivery Systems Inc. www.lifestyledeliverysystems.com/ (Ticker: CSE: LDS; FRA: LD6) und ist derzeit ausschließlich auf den Markt in Kalifornien fokussiert. Wir empfehlen unseren Lesern, das Unternehmen auf ihre Watchlist zu setzen, obwohl (oder gerade weil) der Börsenkurs von LDS in den vergangenen Wochen bereits stark angezogen hat. Wenn LDS seinen ehrgeizigen Businessplan umsetzen kann und zum Produzenten aufsteigt, könnte LDS (Börsenwert aktuell 16,7 Mio. CAD) schnell zu den heute führenden Unternehmen im Markt (siehe oben) aufschließen. Denn LDS verbindet innovative Technologie und smartes Marketing in einer Weise, die wir so bei keinem Wettbewerber sehen.

Im Unterschied zu vielen „me too“ Unternehmen, die erst jetzt auf den Markt drängen, hat LDS bereits über Jahre einen technologischen Ansatz verfolgt. Unter der Marke Cannastrips (https://cannastrips.com/) hat LDS-CEO Brad Eckenweiler eine alternative Darreichungsform über cannabisgetränkte Streifen entwickeln lassen, die man sich direkt unter die Zunge oder an den Gaumen kleben kann. Das Prinzip stammt aus der Pharmaindustrie: Die exakte medizinische Dosierung und schnellere Wirksamkeit sind einige von vielen Vorteilen dieser Art der Darreichung gegenüber Rauchen oder anderen so genannten „edibles“. (Schmerz-)Patienten werden wohl auch zu schätzen wissen, dass sie den Wirkstoff sehr diskret aufnehmen können. Und noch etwas zum Thema Marketing. Der Name von Lifestyle Delivery Systems ist durchaus Programm, denn es soll CannaStrips künftig in den Geschmacksrichtungen Apfel, Kirsche, Espresso, Schokolade oder Zitrone geben.

Wer möchte, kann auf dem nachfolgenden Youtube Clip schon einmal einen Vorgeschmack auf Kommendes erhalten: https://youtu.be/ByH2Qu5EBL8

Wie professionell das Unternehmen vorgeht, wird u.a. aus einer Personalie deutlich. Im April dieses Jahres wurde Dr. John Sanderson für den Bereich Research & Development verpflichtet. Auf das Konto von Dr. Sanderson gehen eine Reihe von Patenten sowie medizinische Fachveröffentlichungen u.a. zu den Themen Diabetes oder intravenöse Ernährung von Schwerstkranken. Besonders interessant ist Sanderson‘s Beratertätigkeit für den Pharmaweltkonzern Johnson & Johnson, wo er mit den Themen wie Mergers&Acquisitions sowie mit der Bewertung von neuen Technologien beauftragt war. Man sollte meinen, dass sich jemand von diesem Kaliber genau überlegt, zu welchem Start-Up er wechselt. Sanderson soll die CannaStrips Technolgie weiterentwickeln. Außerdem überwacht er bei LDS die Umrüstung einer bestehenden Produktionsanlage, die LDS von einem Pharmaunternehmen abgekauft hatte.

Zukünftige Produktionsanlage der LDS; Foto: Lifestyle Delivery Systems

Zukünftige Produktionsanlage der LDS; Foto: Lifestyle Delivery Systems

LDS will mit seiner neuen Darreichungsform erklärtermaßen ein First Mover auf dem wachsenden Markt für medizinisches Marihuana sein. Es braucht nur wenig Phantasie um zu erahnen, dass diese Form der Verabreichung von Cannabis als hochwirksamer Strip zu einem neuen Standard werden könnte. LDS ist dem Wettbewerb hier wohl nicht nur konzeptionell, sondern vor allem zeitlich voraus.

Eine erste Interimslösung für die Produktion gemeinsam mit dem Marihuana-Anbauer Cultivation Technologies Inc. (siehe Meldung vom 9. August 2016) gibt es bereits. Danach kann LDS im kalifornischen Coachella zunächst in einer mobilen Anlage mit der Herstellung von CannaStrips beginnen und die Zeit bis zur Fertigstellung einer rund 10.000 Quadratmeter großen festen Anlage überbrücken. Dem Vernehmen nach bemüht sich LDS aber noch in anderen kalifornischen Kommunen (denn die Zulassung liegt in den Händen der Kommunen) um eine erweiterte Produktionslizenz, die die Bereiche „Cultivate, Test, Extract, Manufacture sowie Transport“ beinhalten würde. Sollte diese weitere Lizenz erteilt werden, dürfte dies den Kurs von LDS weiter beflügeln, denn es gibt nur fünf solcher umfassenden Produktionslizenzen in ganz Kalifornien.

Noch ein wichtiges Datum: Am 8 November wird in Kalifornien, Arizona, Main, Massachussetts und Nevada über die Freigabe von Marihuana auch zu Erholungszwecken abgestimmt. Sollte die Droge ab November dieses Jahres tatsächlich auch zur Erholung („recreational drug“) frei gegeben werden, wäre das mit Sicherheit nochmals ein gewaltiger Schub für die gesamte Industrie. Kalifornien gilt derzeit als das Epizentrum der Marihuana Industrie. Nach Studien des in Kalifornien ansässigen Analysehauses Arcview Market Research könnte sich der Umsatz mit medizinischem und „recreational“ Marihuana allein in Kalifornien von heute bis zum Jahr 2020 auf 6,5 Milliarden USD verdoppeln. Und dabei wird ein wesentlicher Teil nicht auf die Droge an sich entfallen, sondern auf Produkte rund um Marihuana herum. Die „edibles“ genannten Artikel reichen von Gebäck über Drinks bis hin zu Tinkturen, Lotionen oder Entspannungspillen. Man muss allerdings kein Hellseher sein um vorherzusagen, dass CannaStrips wohl ihren Anteil an diesem Markt erobern werden. Wir werden Sie über weitere Entwicklung von LDS auf dem Laufenden halten.

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