Angebotskrise? – Palladiumpreis im Rallyemodus

Palladium; Bildquelle: Norilsk Nickel

Von den wichtigsten Rohstoffmärkten läuft dieses Jahr kaum etwas besser als Palladium. Das Edelmetall ist 2017 bereits um rund 30% gestiegen und hat damit 33 andere Rohstoffe, die der Informationsdienst Bloomberg verfolgt, hinter sich gelassen.

Allein am vergangenen Freitag schoss der Palladiumpreis zwischenzeitlich um 7,9% in die Höhe und erreichte ein 16-Jahershoch von 928,36 USD pro Unze. Wie es hieß, mussten sich einige Händler gewaltig anstrengen, um noch Zugriff auf physisches Angebot zu bekommen.

Palladium wird hauptsächlich eingesetzt, um den Schadstoffausstoß von Benzinmotoren zu begrenzen. Der Preis des Edelmetalls ist zuletzt stark gestiegen, da erwartet wird, dass das Angebot der Nachfrage das sechste Jahr in Folge nicht genügen wird. Damit ist Palladium zum ersten Mal seit 2001 fast wieder so teuer wie Platin. Dazu beigetragen hat auch der Dieselskandal bei Volkswagen, der vor zwei Jahren bekannt wurde und dazu geführt hat, dass viele Verbraucher von mit Diesel auf mit Benzin betriebene Automobile umstiegen.

Nach Ansicht der Analysten von Noah Capital Markets in Johannesburg ist die fundamentale Lage bei Palladium die beste aller Rohstoffe. Die Experten glauben, dass Palladium den großen Bruder Platin schon kurzfristig überholen könnte.

Seit 2012 kann die Minenproduktion von Palladium mit der Nachfrage nicht mehr mithalten – zum Teil aufgrund steigender Automobilverkäufe und strikterer Schadstoffemissionsgrenzen. Zwar haben die Lagerbestände in den letzten Jahren geholfen, dieses Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage abzumildern, doch dürften diese nach Ansicht von Capital Economics bald erschöpft sein.

Und so deutet der Futures-Markt darauf hin, dass Händler es eilig haben, Palladiummetall zu kaufen. Palladium zur Auslieferung im Juni ist in New York in den letzten Wochen erheblich teurer geworden als der Kontrakt zur Auslieferung im März 2018. Das deutet darauf hin, dass es Sorgen um das kurzfristig verfügbare Angebot gibt.

Die Palladiumrallye hat dazu geführt, dass das Metall fast wieder so teuer ist wie Platin, das eher in Dieselkatalysatoren eingesetzt wird. Da allerdings die Metalle in manchen Bereichen austauschbar sind, könnten einige industrielle Nutzer Analysten zufolge darüber nachdenken, von Palladium zu Platin zu wechseln.

Auf jeden Fall sind ETF-Anleger nicht so scharf auf Palladium. Bestände von Palladium-ETFs sind Daten von Bloomberg zufolge vom Hoch im Jahr 2014 mittlerweile um rund 50% gefallen. Gold-, Silber- und Platin-ETFs haben hingegen zugelegt.

 

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