Barrick Gold: Quartalsgewinn schlägt die Erwartungen knapp

Goldproduktion auf der Veladero-Mine; Foto: Barrick Gold

Der kanadische Goldproduzent Barrick Gold (TSX ABX / WKN 870450) hat am späten Montag einen Anstieg des bereinigten Gewinns gegenüber dem Vorjahr gemeldet, obwohl die Goldproduktion sank. Das lag vor allem am höheren Goldpreis, hieß es.

Der bereinigte Nettogewinn stieg demzufolge um 5% auf 170 Mio. Dollar oder 15 Cent pro Aktie nach 162 Mio. Dollar oder 14 Cent je Aktie in den ersten drei Monaten 2017. Damit übertraf das Unternehmen Medienberichten zufolge auch die Analystenschätzungen knapp, die bei 13 Cent pro Aktie gelegen hatten.

Den Nettogewinn gab der Konzern mit 158 Mio. Dollar oder 14 Cent pro Aktie an – nach 679 Mio. Dollar oder 58 Cent im Vorjahreszeitraum. Allerdings hatte Barrick damals auch Einnahmen im Zusammenhang mit dem Verkauf von 25% der Anteile am Cerro Casale-Projekt verbucht.

Kosten und Goldproduktion erfüllten Barrick zufolge die eigenen Prognosen für das erste Quartal. Die Goldproduktion lag bei 1,05 Mio. Unzen bis Ende März zu „all-in sustaining costs“ (AISC) von 804 Dollar pro Unze. Im gleichen Quartal des Vorjahres hatte das Unternehmen 1,31 Mio. Unzen Gold zu AISC von 772 Dollar pro Unze gefördert. Barrick erzielte in den ersten drei Monaten 2018 allerdings auch einen Goldpreis von 1.332 USD pro Unze nach nur 1.220 USD im ersten Quartal 2017.

Laut Aussage des Unternehmens war der Produktionsrückgang erwartet worden, da man am 30. Juni 2017 einen Anteil von 50% an der Veladero-Mine verkauft hatte. Hinzu kam ein geringerer Ausstoß bei der Tochtergesellschaft Acacia Mining (WKN A1CTRD), niedrigere Gehalte des verarbeiteten Erzes bei Barrick Nevada sowie ein niedriger Anlagendurchsatz auf den Minen Hemlo und Lagunas Norte. Darüber hinaus beschädigte ein Erdbeben die Strominfrastruktur in Papua New Guinea und beeinträchtigte damit die Produktion auf Porgera.

Barrick produzierte darüber hinaus im ersten Quartal 85 Mio. Pfund Kupfer nach 95 Mio. Pfund im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die AISC stiegen hier von 2,19 auf 2,61 USD pro Pfund. Gleichzeitig legte aber auch der durchschnittlich realisierte Verkaufspreis von 2,76 auf 2,98 USD pro Pfund zu.

Der – noch – Branchenprimus hat seine Verbindlichkeiten von 13,1 Mrd. Dollar Ende 2014 mittlerweile auch „nur“ noch 6,4 Mrd. Dollar zurückgeführt. Bis Ende 2018 soll der Schuldenberg auf 5 Mrd. Dollar schrumpfen, hieß es bei Veröffentlichung der Quartalszahlen. Dazu werde man aber den Cashflow aus dem Betrieb und vorhandene Cash-Bestände verwenden und plane nicht, zur Schuldentilgung weitere Assets abzustoßen. Sollte das Projektportfolio weiter optimiert werden, hieß es, werde man die Erlöse reinvestieren oder an die Aktionäre zurückgeben.

Barrick hält an der Gesamtjahresprognose von 4,5 bis 5 Mio. Unzen Gold zu AISC von 765 bis 815 Dollar pro Unze fest. Im zweiten Quartal rechnet man mit ungefähr dem gleichen Ausstoß wie in den ersten drei Monaten unter anderem auf Grund von Wartungsarbeiten bei Barrick Nevada.

Die Kupferproduktionsprognose für das Gesamtjahr belässt Barrick ebenfalls unverändert bei 385 bis 450 Mio. Pfund zu AISC von 2,30 bis 2,60 Dollar pro Pfund.

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