Erste Schritte: African Metals versucht den Neuanfang

Kupfervererzung

Kupfervererzung, Bildquelle: Afrcian Metals

Wie viele andere kleine Rohstoffgesellschaften auch hat das Versiegen der Finanzierungsquellen im Junior-Sektor die kanadische African Metals (WKN 912759) an den Rand des Ruins getrieben. Nun aber scheint das Unternehmen einen Weg gefunden haben, sich – zumindest vorerst – aus dieser brenzligen Lage zu befreien.

Denn wie das Unternehmen jetzt mitteilt, hat man nicht nur eine Aktienkonsolidierung und eine Privatplatzierung angestoßen, sondern auch eine Schuldentilgung durch die Ausgabe von Aktien und einen Verkaufsvertrag für Kupferoxidmaterial vereinbart. Zudem wurde weiteres Oxidmaterial vom Kupferprojekt Luisha des Unternehmens an einen in der Nähe tätigen Produzenten von Kupferkathoden geliefert und der Erlös zur Schuldentilgung und zur Begleichung der so angefallenen Kosten genutzt.

Aber der Reihe nach: Nachdem der Kurs der African Metals-Aktie im Zuge des Abschwungs im Sektor der Junior-Explorer auf nur noch 0,005 Dollar gefallen war, hat das Board des Unternehmens nun beschlossen, die Aktien im Verhältnis von zehn alten zu einer neuen Aktie zu konsolidieren. Damit will man das Unternehmen wieder attraktiver für mögliche Investoren machen. Im Anschluss an diese Transaktion wird African Metals rund 11,1 Mio. Aktien ausstehen haben. Diese Zahl wird auf 22,1 Mio. Aktien steigen, sollten die oben genannte Privatplatzierung und die Schuldentilgung wie geplant erfolgen.

African Metals plant nach der Aktienkonsolidierung bis zu 8 Mio. Einheiten zu 5 Cent pro Aktie auszugeben, wobei eine Einheit aus einer Aktie und einem Warrant über den Kauf einer weiteren Aktie zu 6 Cent über einen Zeitraum von 18 Monaten nach Abschluss der Finanzierung besteht. Damit sollen bis zu 400.000 Dollar erlöst werden, die zur Schuldentilgung und für die Fertigstellung weiterer Tests und Konfigurationsarbeiten auf dem Luisha South-Projekt verwendet werden sollen.

Ist die Finanzierung erfolgreich abgeschlossen, will African Metals einen Berater engagieren, der qualifiziert ist, eine Prüfung der Anlage und der Maschinen auf dem Projekt durchzuführen. Dann sollen weitere metallurgische Tests und die Anlagenkonzeption folgen.

Das hat Unternehmen zurzeit erhebliche Verbindlichkeiten, arbeitet aber daran, diese durch einen potenziellen Cashflow aus dem Verkauf des Materials von seinem Luisha South-Projekt zu reduzieren. Um diese Schuldensenkung zu unterstützen, wird African Metals bis zu 250.000 Dollar an Verbindlichkeiten durch die Ausgabe von Aktien nach der Konsolidierung – also zu 5 Cent pro Aktie – begleichen.

Darüber hinaus hat African Metals eine Vereinbarung mit Bluecrest Global General Trading LLC abgeschlossen, die die Lieferung von 30.000 Tonnen an Kupferoxidmaterial vom Luisha South-Projekt über einen Zeitraum von 90 Tagen zum Inhalt hat. Das Erz wird auf die ganz in der Nähe des Projekts stehende Anlage von CIMCO geschafft und dort verarbeitet. Diese Arbeiten sollen innerhalb von 72 Stunden nach Veröffentlichung der aktuellen Pressemitteilung durch das Unternehmen beginnen und rund 400 Tonnen Material soll jeden Tage verladen und ausgeliefert werden.

Der Verkauf dieses Materials wird es African Metals erlauben, seine Schulden bei dem Metallhändler Traxys Europe SA, die Kapitalsumme beläuft sich auf rund 3,7 Mio. USD, zu reduzieren und ausreichend freien Cashflow generieren, um die Unternehmenskosten für die absehbare Zukunft zu decken. Man geht davon aus, dass nach Lieferung der ersten 30.000 Tonnen weitere Auslieferungen über noch einmal sechs Monate nötig sein werden.

Bereits abgeschlossen hat African Metals den Transport von 15.000 Tonnen an Kupferoxidmaterial mit niedrigen Gehalten an Golden African Resources SPRL, einen Kathodenproduzenten aus Lubumbashi. Diese Probelieferung wurde Tests in Bezug auf die Säurelöslichkeit des Materials unterzogen und die Tests erbrachten eine Löslichkeit von 85 bis 93%, was als für die Verarbeitung auf der Tumbwe-Anlage von African Gold Resources geeignet bewertet wurde. Der Erlös aus dem Verkauf dieses Materials wurde verwendet, um Verbindlichkeiten zu begleichen und die laufenden Kosten des Unternehmens im Zusammenhang mit diesem Material abzudecken.

African Metalls führt zudem derzeit Gespräche mit Golden African Resources über ein Joint Venture in Bezug auf die Verarbeitung von Luisha South-Material in der Tumbwe-Anlage.

Natürlich ist die Lage von African Metals immer noch unsicher und die Aktie sehr riskant. Wir bewerten es aber als sehr positiv, dass das Unternehmen nach monatelangem Stillstand nun wieder aktiv wird und dabei offenbar auch gleich Abnehmer für das Erz von Luisha South gefunden hat. Bleibt aber erst einmal abzuwarten, ob African Metals seine oben beschriebenen Pläne auch wirklich erfolgreich umsetzen kann…

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