Freitag entscheidend: Gold trotz schlechter Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt schwächer

Goldbarren; Foto: Newcrest Mining

Goldbarren; Foto: Newcrest Mining

Der Goldpreis beendete den gestrigen US-Handel mit moderaten Verlusten. Selbst negative US-Wirtschaftsdaten und ein weiter schwacher US-Dollar konnten Gold und Silber nicht auf die Sprünge helfen. Charttechnisch bedingte Verkäufe überwogen Beobachtern zufolge. So schloss Gold bei rund 1.191 USD je Unze.

Dabei war der Preis des gelben Metalls zwischenzeitlich Richtung 1.200 USD pro Unze gestiegen, nachdem der vorläufige ADP-Bericht zur Zahl der im April in den USA neu geschaffenen Stellen schwächer ausfiel als erwartet. Dieser meldete 169.000 neue Jobs außerhalb des Landwirtschaftssektors, während allgemein ein Anstieg von 205.000 erwartet wurde. Der ADP-Bericht ist ein Vorläufer zum wichtigeren Arbeitsmarktbericht des US-Arbeitsministeriums, der am Freitag veröffentlich wird. Experten erwarten hier im Schnitt 220.000 neue Jobs. Den Analysten von TDS zufolge, die mit deutlich weniger neuen Stellen rechnen, würde jeder Wert unter 200.000 den Goldpreis über die Marke von 1.200 USD pro Unze steigen lassen.

Ein anderer Markt, der auch den Goldpreis beeinflusst ist der Ölmarkt. Hier erreichten die Futures auf den Rohölpreis an der Nymex ein neues Fünfmonatshoch bei mehr als 62 USD pro Barrel. Im Gegensatz dazu fiel der US-Dollar auf ein 3,5-Monatstief. Beide Entwicklungen sind als positiv für die Edelmetalle und den gesamten Rohstoffsektor zu betrachten und deuten nach Ansicht von Beobachtern darauf hin, dass die Baisse des Rohstoffsektors sich dem Ende nähert und ein neuer Aufschwung kurz bevorstehen könnte.

In Bezug auf die Griechenlandkrise zahlte das Land Berichten zufolge 200 Mio. Euro Schulden an den Internationalen Währungsfonds zurück. Eine weitere Zahlung von 750 Mio. Euro wird am 12. Mai fällig. Viele Marktbeobachter fragen sich, wo Griechenland das Geld hernehmen will, um diese Rate zu begleichen. Weiteren Berichten zufolge sind EU- und IWF-Offizielle der Ansicht, dass Griechenland keine ausreichenden Anstrengungen unternimmt, seinen Teil für die Restrukturierung seiner Schulden beizutragen. Die Märkte beobachten die Entwicklung dort sehr genau, da eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands zu Verwerfungen an vielen Märkten führen könnte und wahrscheinlich die Nachfrage nach „Sicheren Häfen“ wie Gold und US-Anleihen steigen lassen würde.

Risikohinweis: Die GOLDINVEST Media GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Analysen und Nachrichten auf http://www.goldinvest.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Des Weiteren ersetzten sie in keinster Weise eine individuelle fachkundige Anlageberatung. Leser, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jedwede Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Artikel ausdrücklich aus. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungshinweise.

Laut §34b WpHG möchten wir darauf hinweisen, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenskonflikt besteht. Wir können außerdem nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Ferner kann zwischen den hier erwähnten Unternehmen und der GOLDINVEST Media GmbH ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag bestehen oder bestanden haben, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt gegeben sein kann.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Leitartikel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s